31. Heidelberger Stückemarkt vom 25. April bis 04. Mai 2014

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31. Heidelberger Stückemarkt vom 25. April bis 04. Mai 2014

 96 eingereichte Theaterstücke – 19 Gastspiele – 17 Uraufführungen – 10 Lesungen – 5 Preise = 1 Festival!

 Eine geballte Woche Gegenwartsdramatik – das ist der Heidelberger Stückemarkt! Mit der Idee, neue Theaterautor/innen zu entdecken und zu fördern, hat sich der Stückemarkt zu einem der wichtigsten deutschsprachigen zeitgenössischen Schauspiel-Festivals entwickelt. Er präsentiert neue Theaterstücke sowie ihre Autor/innen, aktuelle Inszenierungen hochkarätiger deutschsprachiger Theater, wegweisende ästhetische Ansätze, Künstlergespräche, Diskussionen und vieles mehr.

 Der 31. Heidelberger Stückemarkt präsentiert 19 Gastspiele sowie eine Eigenproduktion des Theaters und Orchesters Heidelberg („lupus in fabula“, das Siegerstück 2013 von Henriette Dushe in der Regie von Alexander Nehrlich). Darunter sind 17 Uraufführungen sowie drei Inszenierungen, die von Kurator Jürgen Berger für den 2012 neu eingerichteten NachSpielPreis nominiert wurden.

 Der Autorenwettbewerb 2014 zeichnet sich durch eine besondere künstlerische Vielfalt und Bandbreite aus. Aus 96 eingereichten Theaterstücken wurden sieben möglichst unterschiedliche Texte ausgewählt. Thematisch reicht das Spektrum von aktuellen politischen Stücken (Die Reise, Butcher’s Block) bis zu kühnen Formexperimenten (Der Marienthaler Dachs, Das Tierreich). Dabei überwiegen diesmal

Texte, die noch keinen Verlag haben. Allein drei der nominierten Autoren studieren noch: Daniel Foerster, Magdalena Schrefel und Juliane Stadelmann. Auf der anderen Seite sind mit Ulf Schmidt und David Lindemann zwei Autoren vertreten, die nicht mehr zur jüngsten Generation gehören. Eine Altersbeschränkung hat der Heidelberger Stückemarkt ohnehin noch nie gehabt. Diesmal kann man jedoch nicht nur neue Autoren entdecken, sondern auch ältere wiederentdecken.

Der Heidelberger Stückemarkt ist auch ein internationales Festival. Jedes Jahr ist er Gastgeber für die Theaterszene eines anderen Landes. Nachdem mit Ägypten und Griechenland Länder in Aufruhr vorgestellt wurden, lenkt der Heidelberger Stückemarkt 2014 den Blick an den nördlichen Rand Europas und sucht dort den Dialog mit neuen künstlerischen sowie politischen Positionen in einem Land, das kaum in den internationalen Schlagzeilen erscheint. Umso mehr freuen sich die Heidelberger Theaterleute darauf, bei diesem Festival für zeitgenössische Dramatik die lebendige und kreative Theaterlandschaft Finnlands vorzustellen und mit finnischen Theatermachern über Kunst und über Europa ins Gespräch zu kommen. Der finnische Festivalmacher und renommierte Übersetzer deutscher Literatur, Jukka-Pekka Pajunen unterstützt den Heidelberger Stückemarkt als Scout für die finnische Theaterszene. Er begab sich auf die Suche nach spannenden Aufführungen und interessanten neuen Theatertexten im Wettbewerb für den Internationalen AutorenPreis.

 Mit Super B und ten journeys to a place where nothing happens ist auch die experimentelle finnische Performance-Szene vertreten. Eine Podiumsdiskussion u. a. mit Mikko Roiha (Regisseur und Mitglied des künstlerischen Teams des Tampere Festivals), Hanna Helavuori (Leiterin des TINFO – Finnisches Theaterinstitut, mit dem das Theater und Orchester Heidelberg kooperiert) sowie den anwesenden Künstler/innen aus Finnland rundet den Auslandsschwerpunkt ab.

 Besonders freut es die Festivalleitung, im Gastspielprogramm u. a. die erfolgreiche Uraufführung Und dann von Wolfram Höll des Schauspiels Leipzig präsentieren zu dürfen. Dieses Stück wurde beim Heidelberger Stückemarkt 2012 mit dem NachwuchsPreis ausgezeichnet. Zum ersten Mal ist es gelungen, eine Inszenierung von René Pollesch zum Heidelberger Stückemarkt einzuladen. Pollesch gehört als Autor und Regisseur seit vielen Jahren zu den wichtigen Stimmen im deutschsprachigen Theaterraum. Mit Gasoline Bill von den Münchner Kammerspielen kommt eine seiner humorvollsten und frischesten Arbeiten nach Heidelberg. Das Maxim Gorki Theater Berlin ist mit einer Neuinszenierung von Schwimmen lernen vertreten, einem Stück, das 2013 in Heidelberg seine Uraufführung feierte. Das Staatsschauspiel Dresden zeigt Burkhardt C. Kosminskis Inszenierung von 20 000 Seiten des Autoren Lukas Bärfuss. Auch im Wettbewerb um den JugendStückePreis sind aufsehenerregende Inszenierungen zu erleben wie etwa Black Box Schule von Oliver Frljić (Junges Schauspielhaus Düsseldorf) und George Orwells Klassiker Animal Farm in der Version von Showcase Beat Le Mot. Interessante junge Regietalente kommen vom Deutschen Theater Berlin (Christopher Rüping) sowie vom Theater Osnabrück (Nick Hartnagel).

 Neben dem hochdotierten AutorenPreis vergibt der 31. Heidelberger Stückemarkt auch den JugendStückePreis, einen PublikumsPreis sowie den Internationalen AutorenPreis und präsentiert die Reihe »Nachgespielt«. Die beste Zweit- oder Drittaufführung und das beste Jugendstück gastieren im Rahmenprogramm der Mülheimer Theatertage NRW 2015. Im Austausch kommt der Preisträger des letzten Mülheimer KinderStückePreises als Gastspiel nach Heidelberg.

 Preisverleihung findet am Sonntag, 04.05.2014 gegen 21 Uhr im Alten Saal des Theaters und Orchesters Heidelberg statt.

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Der Kartenvorverkauf startet für Abonnenten und Freundeskreismitglieder am 10. März 2014. Der offizielle Vorverkauf beginnt am 15.03. Das ausführliche Programm zum Mitnehmen ist ab Anfang April an der Theaterkasse erhältlich. – Weitere Informationen sowie Pressematerial zum Downloaden unter www.theaterheidelberg.de; www.heidelberger-stückemarkt.de;

Die ersten Berichte zum Stückemarkt erscheinen auf nachtkritik.de ab dem 11.4. online. Dann gibt es die ersten Textinformationen- und Videos zu den Autor/innen und Stücken, sowie Überblickstexte, u. a. zur Theaterlandschaft in Finnland. Die aktuelle Berichterstattung zum Festival gibt es pünktlich mit Festivalbeginn am 25. April. Im neuen Theaterfoyer stehen zwei Monitore zur kostenfreien Nutzung für die Besucher/innen zur Verfügung!

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Das Theater und Orchester Heidelberg bedankt sich bei allen Unterstützern, Sponsoren, Kooperations- und Medienpartnern, die auch in diesem Jahr die Durchführung dieses renommierten Festivals ermöglichen und begleiten.

 Unsere nächsten Premieren, Wiederaufnahmen und Konzerte:

12.03. 6. PHILHARMONISCHES KONZERT Stadthalle

21.03. RUMOR (DEA) Marguerre-Saal

22.03. EIN STÜCK HEIMAT Zwinger³

28.03. REMAKE: BONNIE UND CLYDE (UA) Zwinger³

28.-30.03.14 30 JAHRE KINDER- UND JUGENDTHEATER IM ZWINGER³

25.04.-04.05. HEIDELBERGER STÜCKEMARKT

15.06. – 02.08. HEIDELBERGER SCHLOSSFESTSPIELE

www.theaterheidelberg.de

Theaterkasse: 06221/ 5820 000

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Radio Plattfuss Hockenheim

Eröffnung

Lupus in Fabula (Uraufführung)  Premiere

von Henriette Dushe

Gewinner des Autorenpreises des Heidelberger Stückemarkts 2013

Freitag 25.04.2014, 20 Uhr, Zwinger1

 

lupus in fabula, auf Deutsch »Der Wolf, von dem man spricht.« – Ein Vater liegt im Sterben und hinterlässt drei Töchter, die erst im extremen Moment seines Todes wieder vereint werden. Die eine hat es sich zur Aufgabe gemacht, den schwerkranken Vater zu pflegen und alles andere dafür aufzugeben. Die andere kämpft mit beruflichem Misserfolg. Und die dritte hat gerade ein Kind bekommen und wird zugleich mit Neuanfang und Ende des Lebens konfrontiert. Komisch und berührend, pragmatisch und kunstvoll hat Henriette Dushe in ihrem Preisträgerstück einen polyphonen Sprachchor geschrieben, der von Erwartungen und Erinnerungen erzählt, von Verantwortung, Überforderung und Trauer. In die schmerzhafte Wirklichkeit lässt sie atmosphärisch die Natur hereinbrechen und zeigt drei Protagonistinnen, die auch drei Wolfskinder sein könnten, die ihr berühmtes Heulen erst noch üben müssen.

Henriette Dushe

1975 in Halle geboren, lebt und arbeitet als freie Dramaturgin, Theaterpädagogin und Autorin in Berlin. Sie ist Preisträgerin des Retzhofer Dramapreises 2009, war 2010 Stipendiatin beim Forum junger Dramatiker Europas bei der Theaterbiennale Wiesbaden und von 2011 bis 2012 Teilnehmerin beim Grazer Lehrgang FORUM Text.

 

Regie Alexander Nerlich | Bühne und Kostüme Stefan Mayer | Musik Malte Preuß

Dramaturgie Lene Grösch Mit Hanna Eichel, Lisa Förster, Maria Munkert

Gastspiele Finnland

Super B

von OBLIVIA, Helsinki

in englischer Sprache

Samstag 26.04.2014, 18.30 Uhr, Zwinger1

In Super B stellen OBLIVIA ihre Sicht auf den Prozess theatraler Inszenierung auf den Kopf. Nach ihren Erkundungen gefährlicher Untiefen der Populärkultur in Entertainment Island und der geheimen postmodernen Codes von Begehren und Vergessen in Museum Of Postmodern Art 1 widmen sie sich nun einem neuen Abenteuer: der Erforschung und Befragung der Überreste des Theatralen in den Darstellenden Künsten. Super B stellt diese Überreste nicht vor, noch stellt es sie aus. Und es nimmt sein Publikum auch nicht mit auf eine Tour durch ein Museum. OBLIVIA

betrachten die Überbleibsel des Theaters nicht mit kindlicher Neugierde, sondern mit einem hinterhältigen Augenzwinkern. Ein ausufernder Versuch, Gut und Böse wieder miteinander zu verbinden – und die Wunden zu heilen, die die Postmoderne ihnen zugefügt hat, in einem pausenlosen Gedankenstrom. Super B ist die zweite Performance in der offenen Serie Museum Of Postmodern Art.

Seit 2000 arbeiten Anna Kryzstek, Timo Fredriksson und Annika Tudeer zusammen. Im Laufe ihrer kontinuierlichen, langjährigen Auseinandersetzung haben OBLIVIA einen eigenwilligen, einzigartigen Stil entwickelt, der von Konzepttanz ebenso beeinflusst ist wie von Monty Python.

Konzept & on stage Timo Fredriksson, Anna Krzystek & Annika Tudeer

Tondesign Juuso Voltti | Lichtdesign Meri Ekola | Produktion Marina Andersson-Rahikka

Höhlentiere

von Laura Maijala

Där vi en gång flått

Gastspiel teater Viirus in Kooperation mit teater 90°, Helsinki,

in schwedischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Samstag 26.04.2014, 20.30 Uhr, Marguerre-Saal

 

Sensation: Unter der Stadt Helsinki ist ein riesiges Kupfervorkommen gefunden

worden, das die marode Nation retten könnte, die ohne Nokia bereits am Abgrund

stünde. Angelockt vom großen Geschäft treffen im Heartbreak Hotel skurrile Typen

aufeinander. Zum Beispiel Marko Virtanen, ein Erfolgsmensch. Er triumphiert in

allem, was er tut, empfindet aber keinerlei Befriedigung. Empfindet er überhaupt

irgendetwas? Oder Sirkku Silvana, eine Verliererin, die nicht so recht weiß, ob sie

vielleicht bloß faul ist. Sie hält sich für einen guten Menschen, aber darauf kommt

es schon längst nicht mehr an. Im Hotel kreuzen sich ihre Wege. Nur: Wer benutzt

hier eigentlich wen?

Der junge Regisseur und Theaterautor Lauri Maijala erzählt eine überbordende Helsinki-

Geschichte voller Überraschungen. Der Titel zitiert ein allegorisches schwedisches

Lied aus den 70er-Jahren (»Wo wir einst das Fell abzogen«). Verzweifelte

Politiker, schwanzlose Füchse und unschuldige Chorknaben kämpfen ums Überleben

in einem Land, in dem nichts so ist, wie es scheint. Willkommen in Finnland!

 

Regie Lauri Maijala | Musik Ylermi Rajamaa | Ausstattung Janne Vasama | Tondesign

Kristian Ekholm | Lichtdesign Petri Tuhkanen | Mit Maria Ahlroth, Pelle Heikkilä,

Oskar Pöysti, Jessica Raita, Viktor Idman, Peter Kanerva, Robert Kock, Celia Hakala

 

 

Ten journeys to a place where nothing happens

von und mit Juha Valkeapää und Taito Hoffrén, Helsinki

in englischer, finnischer und deutscher Sprache

Sonntag 27.04.2014 + Montag 28.04.2014, 17 Uhr, Theaterplatz

 In der Performance Ten journeys to a place where nothing happens laden der Künstler Juha Valkeapää und der Musiker Taito Hoffrén ihre Zuschauer in ein großes Zelt ein. Pfannkuchen und Kaffee werden serviert, während die beiden Geschichten erzählen. Die größte Herausforderung besteht darin, nichts zu tun. Einfach zu sein. Manchmal haben sie Erfolg, manchmal scheitern sie. Die Seele der Performance ist das Tagebuch, welches regelmäßig auf den neuesten Stand gebracht wird. Während das Publikum seine frischen Pfannkuchen genießt, verhandeln Valkeapää und Hoffrén die großen Fragen des Lebens, spielen Musik und zeigen Videoausschnitte. Der multifunktionale Campingwagen neben dem Zelt fungiert als Fahrzeug, Küche, Toilette, Nebenbühne, Garderobe und Kaufhaus zugleich; im Sommer sogar als Schlafzimmer. Valkeapää und Hoffrén begannen ihre Reise zum »Ort an dem nichts passiert« im Jahr 2005 – dem Jahr, in dem Valkeapääs Vater starb und Hoffréns erste Tochter geboren wurde. Es war eine lange, dunkle und windige Reise, aber schließlich, fünf Jahre später, hatte ihre Performance auf dem Baltic Circle Festival Premiere. Viele Stationen sollten folgen. Heidelberg wird eine weitere sein.

Konzept Juha Valkeapää, Taito Hoffrén und Baltic Circle

Mit Juha Valkeapää und Taito Hoffrén

Das Jahr des Hasen

Jäniksen vuosi

nach dem Roman von Arto Paasilinna

Bearbeitung: Esa Leskinen, Sami Keski-Vähälä, Kristian Smeds

Ryhmäteatteri Helsinki

in finnischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Sonntag 27.04.2014, 18.30 Uhr, Alter Saal

 

Auf der Heimfahrt von einem seiner üblichen langweiligen Pressetermine hoppelt dem Journalisten Kaarlo Vatanen ein junger Hase vors Auto – und Vatanens ehemals so hübsch geordnetes Leben wird zum Abenteuer, das ihn quer durch Finnland führt. Vatanen und sein Hase treffen skurrile Typen in Karaoke-Bars, übernachten in kleinen Hotels, gehen einkaufen in Tante-Emma-Läden und landen schließlich in Lappland, wo sie den harten Winter zu überstehen versuchen. Aber plötzlich wacht Vatanen auf – oder ist er nur lange besoffen gewesen? Er befindet sich in dem altbekannten, alltäglichen Teufelskreis und die einzige Lösung ist: wieder zu flüchten. Das Stück beschreibt humorvoll die Symptome der heutigen in Überschallgeschwindigkeit rotierenden Konsumgesellschaft und wagt einen Gegenentwurf. Eine bewegende Geschichte voll schwarzem Humor über die Koexistenz von Mensch und Natur.

Der Autor und Regisseur Esa Leskinen liefert mit seiner Inszenierung eine brechtsche Interpretation des Stoffes. Die Schauspieler wenden sich direkt ans Publikum, unter Einsatz von Livekamera, Karaokemusik und Slapstick.

Regie Esa Leskinen | Musik Jussi Kärkhäinen

Mit Robin Svartström, Minna Suuronen, Taisto Oksanen, Anna-Riikka Rajanen, Juha Pulli

Gastspiele

Black Box Schule: They expect you to pick a career (Uraufführung)

Nominierung JugendStückePreis

von Oliver Frljić & Ensemble, ab 14 Jahren

Gastspiel Junges Schauspielhaus Düsseldorf,

Montag 28.04.2014, 11 Uhr, Zwinger3

Adorno, Aristoteles, Brecht, Christie, Eminem, Einstein, Lennon, Montessori, Morrissey, Nestroy, Pink Floyd, Shakespeare, Springsteen, Twain, Vampire Weekend, Wedekind … Die Liste jener, die in wissenschaftlichen Untersuchungen, in Kurzgeschichten und Romanen, Filmen, Songs, Essays, Aphorismen, Theaterstücken, Interviews, Selbstauskünften usw. von den Leiden junger Menschen in und an der Schule berichten, kann noch lange fortgesetzt werden. Die Liste der unbekannten Leidenden ist wahrscheinlich endlos. Und dennoch gehen alle davon aus, dass Schule wichtig und richtig ist, unausweichlich und notwendig als Vorbereitung auf das »richtige« Leben. Zusammen mit fünf Schauspielern macht sich der Autor und Regisseur Oliver Frljić, der als einer der führenden und gleichzeitig als der umstrittenste Vertreter der jungen Regiegeneration Kroatiens gilt, an die Aufgabe einer theatralen Bestandsaufnahme des Systems Schule. Wie funktioniert dieses System, das von sich behauptet, der gesellschaftlich entscheidende und in dieser Weise einzigartige Ort zu sein, an dem die nachwachsenden Generationen prägende Erfahrungen miteinander machen können? Welche Erfahrungen machen sie? Wie demokratisch ist Schule? Was lehrt Schule? Auf welches Leben bereitet sie vor?

Regie, Bühne und Kostüme Oliver Frljić | Dramaturgie Marija Karaklajić (Ko-Autorin),

Barbara Kantel | Mit Gabriel von Berlepsch, Edgar Eckert, Urs Peter Halter, Bettina Kerl, Kruna Savić

Animal Farm (Uraufführung) Nominierung JugendStückePreis

nach dem Roman von George Orwell, ab 14 Jahren

Eine Produktion von Showcase Beat Le Mot in Koproduktion mit dem Theater an der Parkaue Berlin, JES Stuttgart, Kampnagel Hamburg, Mousonturm Frankfurt/M., Theater Oberhausen und FFT Düsseldorf | in deutscher und englischer Sprache

Montag 28.04.2014 18.30 + Dienstag 29.04.2014 11Uhr, Zwinger3

Auf der »Animal Farm« leben die Schweine Snowball, Napoleon und Pinkeye und werden, wie alle Tiere, von ihren Herren, den Menschen, unterdrückt und als billige Arbeitskräfte missbraucht. Eine Revolution liegt in der Luft, ein politischer Frühling, in dem man singen kann: »All animals are equal.« Arbeit, auch unter Tieren, soll sinnvoll sein, freiwillig und fair organisiert, und genauso gerecht verteilt wie der Reichtum. Tatsächlich gelingt es den Tieren unter Führung der Schweine, die Menschen zu vertreiben. Alle sind glücklich und arbeiten enthusiastisch für das Gemeinwohl. Doch Demokratie ist anstrengend, die Versammlungen zäh, die Diskussionen mühsam. Die allgemeinen Ermüdungserscheinungen nutzen die Schweine und übernehmen die Macht. Jetzt singen sie: »All animals are equal, but some animals are more equal than others.«

Das Performance-Kollektiv Showcase Beat le Mot arbeitet seit 1997 zusammen und bewegt sich  u. a. in den künstlerischen Feldern des Theaters, der Musik, der bildenden Kunst. In der Arbeit finden sie zu unkonventionellen Handlungs- und Ausdrucksformen, die das Kollektiv zu einem der relevantesten im zeitgenössischen Theater macht. Da geht es um Funktionsweisen und globale Zusammenhänge von Arbeit, Ernährung, Geld- und Warenfluss, Krieg oder Politik, aber auch um die Veränderbarkeit der Welt.

 

Konzept, Regie, Bühne, Kostüme Showcase Beat Le Mot | Choreografie Minako Seki

Musik Albrecht Kunze | Dramaturgie Eva-Maria Reimer

Nina und Paul (Uraufführung)

von Thilo Reffert, ab 10 Jahren

Gastspiel Landestheater Tübingen

Dienstag 29.04.2014, 11.30 + 15 Uhr, Theodor-Heuss-Realschule

Nina und Paul erzählt die Geschichte eines einzigen Tages: Nina und Paul gehen in die vierte Klasse der Grundschule. Es ist der letzte Schultag vor den großen Ferien. Zeugnistag. Nach den Sommerferien wird Nina auf das Gymnasium wechseln. Paul bleibt an der alten Schule. Bisher haben Nina und Paul nie miteinander gesprochen – außer in Englisch, aber nur um Dialoge zu üben. Doch plötzlich erkennt Paul, dass nach diesem Tag alles anders werden wird. Er entschließt sich, Nina nach der Schule anzusprechen. Ein großartiges, unvergessliches Abenteuer beginnt, bei dem unter anderem Ängste und Unsicherheiten überwunden, Traktorfahrten überstanden, große Schwestern überzeugt, ein Kalb gerettet und ein Windrad bestiegen werden müssen. Dabei entsteht aus der flüchtigen Schulbekanntschaft der beiden eine richtige Freundschaft. Und vielleicht bahnt sich sogar eine erste zarte Liebesbeziehung an. Erzählt wird dieser eine, erlebnisreiche Tag ganz subjektiv aus der jeweiligen Perspektive von Nina und Paul. Auf Anregung des KJT Tübingen hat Thilo Reffert nach seinem Kinderbuch Nina und Paul eine Theaterfassung geschrieben. Die Inszenierung wurde für Vorstellungen im Klassenzimmer entwickelt und ist deshalb in den Raumen der Theodor-Heuss-Realschule zu sehen.

KinderStückePreis der Mülheimer Theatertage NRW 2013

Jugenddramatikerpreis Kaas & Kappes 2012

 

Regie Tanja Weidner | Kostüme Conni Lelic | Dramaturgie Susanne Schmitt-Veitshans

Mit Stefanie Klimkait, Henry Braun

 

Archiv des Unvollständigen (Uraufführung)

von Laura de Weck

Gastspiel Oldenburgisches Staatstheater in Kooperation mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen

Dienstag 29.04.2014, 18.30 Uhr, Zwinger1

 

Lücken, Fehlendes, Unzureichendes: In den Texten von Laura de Weck stoßen die Figuren immer wieder an die Grenzen ihrer Sprache, sehen sich außerstande, ihre Gefühle oder Gedanken adäquat in Worte zu übersetzen. Da fehlen Satzteile und Ausdrücke, und oft sind schon die Gefühle und Gedanken selbst unvollständig oder lückenhaft. Das Thema der Unvollständigkeit zieht sich auch als roter Faden durch die bisherigen Theaterabende von Regisseur und Musiker Thom Luz, durch missglückte Polarexpeditionen, lückenhafte Polizeirapporte, gescheiterte Utopien oder fragmentierte Identitäten. In ihrem ersten gemeinsamen Projekt führen Laura de

Weck und Thom Luz ihre Suche nun gemeinsam fort. Auf der Bühne ist ein Team von Spezialisten mit dem Aufspüren und Archivieren von wießen Flecken beschäftigt, kann das Theater doch alle nur erdenklichen, zwischenmenschlichen Gefühlskonstellationen künstlich herstellen, wiederholen und in Zeitlupe ablaufen lassen: Wo und unter welchen Umständen versagt die Sprache? Wo verrät die Konstruktion der Worte mehr über ihren Inhalt als ihre Bedeutung? In welchen Lebenslagen versagt sie ständig? Welche scheinbar festen Strukturen brechen im theatralen Härtetest ein?

 

Regie Thom Luz | Ausstattung Lisa Maline Busse | Musik Mathias Weibel | Dramaturgie Jörg Vorhaben | Mit Sarah Bauerett, Hanna Franck, Caroline Nagel, Eike Jon Ahrens, Vincent Doddema

Brandung (Uraufführung)

von Maria Milisavljevic

Gastspiel Deutsches Theater Berlin in Koproduktion mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen

Dienstag 29.04.2014, 20.30 Uhr, Alter Saal

Karla ist verschwunden. An einem Montagabend traf sie sich mit ihren Freunden und wollte noch schnell zum Supermarkt um die Ecke: Von diesem Ausflug kehrte sie nicht zurück. So der Ausgangspunkt der fesselnden Kriminalgeschichte, die Maria Milisavljevic in Brandung entspinnt. Mit erzählerischer Kraft schickt die junge Autorin ihre drei Figuren – Karlas Freund Vlado, ihre Mitbewohnerin Martina und deren Schwester – auf eine atemlose, nervenaufreibende Suche, während der sie nicht nur auf Spuren der vermissten Karla treffen, sondern auch sich selbst ganz neu begegnen. Maria Milisavljevic gelingt ein packender Krimi und zugleich eine berührende Geschichte über Freundschaft und Liebe, über Heimat und Familie und über das schmerzvolle

Thema Verlust. Sie wurde dafür mit dem Kleistförderpreis 2013 ausgezeichnet.

Der junge Regisseur Christopher Rüping lässt nun in seiner Inszenierung von Brandung mit dem Eis auch die Distanz zwischen den Protagonisten schmelzen und mit starker Life-Musik untermalt kehrt er gekonnt die Starken des Textes heraus.

 

Regie Christopher Rüping | Bühne Jonathan Mertz | Kostüme Lene Schwind | Musik Christoph Hart | Dramaturgie Meike Schmitz | Mit Natalia Belitski, Benjamin Lillie, Barbara Heynen, Christoph Hart

 Homevideo (Uraufführung) Nominierung JugendStückePreis

nach Jan Braren, von Can Fischer, ab 14 Jahren

Gastspiel Theater Baden-Baden

Mittwoch 30.04.2014, 11 Uhr, Zwinger1

Der 15-jahrige Jakob ist sensibel und ein wenig schüchtern. Ein ganz normaler Jugendlicher, kein Außenseiter, kein geborenes Opfer. Er scheint sogar reelle Chancen bei seiner Mitschülerin Hannah zu haben. Zu Hause streiten sich die Eltern immer öfter. Die Mutter zieht aus, der Vater ist überfordert. Doch zerstört wird Jakobs bisheriges Leben erst, als seine Mutter arglos seine Videokamera verleiht und ein kompromittierendes Video in die falschen Hände gerät. Jakob wird zur Zielscheibe seiner Mitschüler und immer häufiger das Opfer von Cyber-Mobbing. Die Botschaft ist klar: »Zahl Schmerzensgeld – sonst geht das Ding ins Netz …«

Der Regisseur, Schauspieler und Autor Can Baren hat das Drehbuch des 2011 mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichneten, gleichnamigen Films für die Bühne bearbeitet. Konsequent wird die Geschichte aus der Sicht des Jungen erzählt, den Scham, Furcht und Verzweiflung bis zum Äußersten treiben. In der Inszenierung von Laura Huonker stehen Jugendliche gemeinsam mit den Schauspielern des Theaters Baden-Baden auf der Bühne und zeigen, was eine Verkettung marginaler Ereignisse und banaler Fehler im Zeitalter der elektronischen Medien und virtuellen Netzwerke anzurichten vermag.

Regie und Bühne Laura Huonker | Kostüme Anneliese Klein | Video Sebastian Ganz | Dramaturgie Leona Benneker | Mit Laszlo Branko Breiding, Benjamin Hille, Catharina Kottmeier, Florian Kroop, Anne Makosch, Valentin Mirow, Ricarda Schäfer, Milica Vidakovic

 

Und dann (Uraufführung)

 

von Wolfram Höll

Gastspiel Schauspiel Leipzig

Mittwoch 30.04.2014, 18.30 Uhr, Zwinger1

 

»Ein Kind spricht. Es spricht von den Häusern, den Betonhäusern, den Steinen am Spielplatz – von Gletschern gebracht, vom Vater, von der Mutter, es spricht von Ausflügen in die Stadt, den Paraden, der Erinnerung an die Paraden, erinnert sich der Erinnerung. Das Kind spricht. Und die Spur einer Abwesenheit, eines Verlusts durchzieht das Sprechen – anfangs noch völlig namenlos, eine anonyme Ahnung. Diese Spur des Verlusts, der Unwiederbringlichkeit streift umher, irrt als immaterielles, fast spukhaftes Phänomen, tonloses Echo durch Hölls Text, ohne je zu einem Ding, einem Etwas, zu einem Objekt der Anschauung zu werden. Das Kind spricht, es erzählt und zählt die Plattenbauten, die großen Steine am Spielplatz, die Stockwerke und Klingelknöpfe, und ehe man sich’s versieht, ist man gefangen in einer Arithmetik des Verlustes, macht einen die Zahl traurig, verweist eine Drei immer auf die Vier, die leider nicht ist, und leidet die Zwei an der Drei, am Fehlen der Eins. Selten hat mich ein Text so traurig berührt und in seiner klugen Zartheit so

froh gemacht.« (Ewald Palmetshofer, Auszüge aus der Laudatio zum Hörspielpreis)

Nachwuchspreis des Heidelberger Stückemarkts 2012

Hörspielpreis des Stückemarkts beim Berliner Theatertreffen 2012

 

Regie Claudia Bauer | Bühne und Kostüme Andreas Auerbach | Musik Peer Baierlein | Licht Veit-Rüdiger Griess | Dramaturgie Esther Holland-Merten, Matthias Huber

Mit Wenzel Banneyer, Daniela Keckeis, Heiner Kock, Markus Lerch

 

Gasoline Bill (Uraufführung)

von René Pollesch

Gastspiel Münchner Kammerspiele

Mittwoch 30.04.2014, 20.30 Uhr, Marguerre-Saal

Endlich gastiert eine Inszenierung von René Pollesch beim Heidelberger Stückemarkt! Der Autor und Regisseur zählt seit vielen Jahren zu den wichtigen und unverwechselbaren Stimmen der zeitgenössischen Dramatik. Bei René Polleschs Theaterabenden regiert der diskrete Charme der Anarchie: Inszenierung als Kollektivprozess und ein Flickenteppich von Text, randvoll mit Film-Zitaten, Popdiskursen und theoretischen Überlegungen zur unerträglichen Schwierigkeit des Seins. Die »ganz großen Themen« mögen passé sein. Es gibt aber immer noch eine unendliche Vielfalt kleiner, mikroskopischer Fragestellungen, die dringend auf der Bühne verhandelt werden müssen. So wild, so absurd, so komplex wie die Wirklichkeit. Mindestens. Zwischen Film-Zitaten, psychoanalytischer Theorie und hysterisierenden Überlegungen zur unerträglichen Schwierigkeit des Seins fragt René Pollesch nach den Möglichkeiten politischen Handels im 21. Jahrhundert. Nach der Möglichkeit, einen schönen neuen Kapitalismus zu kritisieren, in den man immer schon auf irgendeine Art verwickelt ist, der sich nicht mehr von außen betrachten lässt, und der alles, was man sagt, fühlt oder lebt, bereits im selben Moment vereinnahmt.

Regie René Pollesch | Bühne Bert Neumann | Kostüme Nina von Mechow | Licht Rainer Casper | Dramaturgie Tobias Staab | Mit Katja Bürkle, Benny Claessens, Sandra Hüller, Kristof Van Boven

Schwimmen Lernen Nominierung NachSpielPreis

von Marianne Salzmann

Gastspiel Maxim Gorki Theater Berlin,

Donnerstag 01.04.2014, 18.30 Uhr, Zwinger1

Felicia und ihr Freund Pep heiraten, als sie ganze fünf Wochen zusammen sind. Sie liebt ihn, er liebt sie. Pep hält ihre Beziehung für die beste Idee, die das Universum je hatte. Doch das Universum hat viele beste Ideen. Felicia verliebt sich in Lil, eine Frau, die niemand länger kennt als eine Nacht. Lil ist fremd in dem Land, in dem sie lebt. Lil will zurückgehen in das, was die Leute ihre Heimat nennen. Sie fragt Felicia, ob sie mitkommt. Zusammen machen sich die beiden Frauen auf die Reise. Sie versuchen, ein anderes Leben zu führen in diesem anderen Land am Schwarzen Meer, in Lils Land. Doch dort sind beide fremd. Felicia ist ohne Sprache, ohne Arbeit, und Lil ist hin- und hergerissen zwischen Ankommen und wieder Wegwollen. Ein Stück über drei junge Menschen, die versuchen, alles anders zu machen.

Einen Lovesong nennt Marianna Salzmann ihren Theatertext im Untertitel. Hakan Savaş Mikan nimmt die Autorin beim Wort und hat ein Liebeslied für drei Schauspieler inszeniert, die vor der Videoinstallation einer Meeresbrandung die Höhen und Tiefen des Begehrens durchleben. Man braucht es nicht zu verstehen – man spürt in dieser Inszenierung, dass das mit der Liebe wie mit den Gezeiten ist.

Schwimmen lernen wurde in der Spielzeit 2012|13 am Theater und Orchester Heidelberg uraufgeführt.

Regie Hakan Savaş Mican | Ausstattung Sylvia Rieger | Musik Enik | Video Benjamin Krieg | Dramaturgie Irina Szodruch | Mit Marina Frenk, Anastasia Gubareva, Dimitrij Schaad

Das goldene Zeitalter (Uraufführung)

von Kay Voges und Alexander Kerlin

Gastspiel Theater Dortmund

Donnerstag 01.04.2014, 18.30 Uhr, Marguerre-Saal

Meine Damen und Herren, herzlich willkommen auf der Showtreppe hinauf zum Endlos-Entertainment des 21. Jahrhunderts! Oder hinab? Heute begegnen Ihnen: Acht Menschen auf der Suche nach Glück, gefangen in den Zeitschlaufen ihrer Epoche. Denn schon wieder ist es 20 Uhr: »Hier ist das Erste Deutsche Fernsehen mit der Tagesschau!« Und schon wieder Samstagabend: Auf in die Amüsierhöllen der Vorstadt! Und schon wieder Weihnachten: Irgendwie schmeckt alles nach letztem Jahr! Eine Eilmeldung am Zeitungskiosk: Die neueste aller neuen Sensationen stellt sich einmal mehr als lauer Aufguss des Altbekannten heraus! Und am Himmel ziehen die Planeten ihre ewig gleichen Bahnen. Aus einer Million Kehlen schallt ein Ruf: Wird es denn niemals anders werden? Das goldene Zeitalter ist eine Stückentwicklung der ganz besonderen Art. In hundert Versuchen, dem Schicksal die Show zu stehlen, begehrt ein Schauspielensemble auf: Es strampelt im Strom der Fließbandunterhaltung und kämpft gegen die Windmühlenflügel der medialen Dauerloops – auf der Suche nach jenen Momenten, die das Attribut »wahrhaftig« wahrhaftig verdienen! Ein Showbiz-Entertainment am Ende der Zeit.

Regie Kay Voges | Bühne und Kostüme Pia Maria Mackert | Musik Tommy Finke | Video Daniel Hengst | Licht Sibylle Stuck | Dramaturgie Alexander Kerlin | Mit Björn Gabriel, Caroline Hanke, Carlos Lobo, Eva Verena Müller, Uwe Schmieder, Merle Wasmuth

Die Kunden werden unruhig (Uraufführung)

Basierend auf 12 wahren Begebenheiten

von Johannes Schrettle

Gastspiel Theater Osnabrück

Freitag 02.04.2014, 18.30 Uhr, Zwinger1

Auf den ersten Blick scheint alles unspektakulär und gewöhnlich: Eine Bank mit den üblichen Angestellten hat die üblichen Probleme und engagiert die in solchen Fällen ebenfalls übliche Personalberaterin zu einer in vielen Bereichen längst nicht mehr gängigen Tagesgage. Doch während des Coachings in dem sterilen Ambiente eines in Autobahnnähe gelegenen Tagungshotels stellt sich heraus, dass es in Wahrheit um ganz andere Dinge geht als um die Optimierung von Kommunikationsstrukturen, das Moderieren von Mitarbeiterkonflikten oder Methoden zur Intensivierung der Kundenbindung. Das Tagungshotel wird zum Ort eines regelrechten Psychothrillers, zur Kulisse für ein perfides Spiel um Macht, Geld und Sex, an dessen Ende es zu einer blutigen Gewalttat kommt. So zumindest sieht es das Stück vor, das von zwei Schauspielerinnen und einem Schauspieler auf die Bühne gebracht werden soll. Aber statt zu spielen, werden die Akteure des Abends von Fragen geplagt: Was genau hat es eigentlich mit den Figuren auf sich, die gespielt werden sollen, in welchem Verhältnis stehen die Spieler zu den Figuren und das Theater zur Wirklichkeit? Nick Hartnagels Inszenierung entwirft ein Spiegelkabinett, in dem Bühnenrealitat und dramatische Fiktion irritierend verschwimmen. Der junge Regisseur studierte an der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch« und ist Regieassistent am Schauspiel Hannover.

Regie Nick Hartnagel | Bühne Lara Nikola Linnemeier | Kostüme Linda Spörl, Imke Hingst | Dramaturgie Hilko Eilts, Adrian Jager | Mit Andrea Casabianchi, Christine Diensberg, Dennis Pörtner

Brecht (Uraufführung)

 

von Suse Wächter

Gastspiel Theater Oberhausen

Freitag 02.04.2014, 20.30 Uhr, Alter Saal

Suse Wächter gehört zu den interessantesten und berühmtesten Puppenspielerinnen und -bauerinnen im deutschsprachigen Theater. In einer ihrer zentralen Arbeiten Helden des 20. Jahrhunderts ließ sie eine Ahnengalerie von über siebzig berühmten Persönlichkeiten auftreten. Darunter auch Bertolt Brecht, dem sie nun einen eigenen Abend widmet: Der große Dramatiker Brecht persönlich halt eine Probe mit den Schauspielern des Oberhausener Ensembles ab. Die Inszenierung konfrontiert die Lehren des Übervaters und Anders-Denkers Brecht auf sehr amüsante Weise mit den Realitäten des Theaters heute. Dabei wird das »Denken

im Liegen« praktiziert. In einem überdimensionalen Bett, das mit Flatscreen, Laptop und Stereoanlage ausgestattet ist, denken Brecht-Puppe und Schauspieler genüsslich über Kunst nach. Gäste sind Laotse und Friedrich Nietzsche – und Helge Schneider schaut per Videoübertragung vorbei.

Regie und Puppenspiel Suse Wächter | Bühne Constanze Kümmel | Kostüme Marysol Del Castillo | Musik Otto Beatus | Video Timothee Ingen-Houß | Dramaturgie Simone Kranz | Mit Torsten Bauer, Susanne Burkhard, Angela Falkenhan, Tine Hagemann, Suse Wächter und Suse Wächters Puppen

Eine Schneise (Deutsche Erstaufführung) Nominierung NachSpielPreis

 

von Händl Klaus

Gastspiel Staatstheater Nürnberg

Samstag 03.05.2014, 18.30 Uhr, Zwinger¹

Ein mysteriöser Brand führt den Polizisten Peter tief in einen Wald hinein. Erbarmungslos hat das Feuer eine Schneise geschlagen. Schwarze Bäume, Asche, Gestank von totem Tier und Tannen, wo sonst unberührte Natur vorherrscht. Mitten in dieser Einöde lebt Kathrin zurückgezogen mit ihrem Sohn Lukas. Peter ermittelt wegen Brandstiftung und ist hier, um den Tatort zu untersuchen. In Kathrins Sohn Lukas wird durch das Eintreffen des Polizisten ein ganz besonderes Interesse wach: seine lebenslange Suche nach dem Vater. In Peter meint der Junge, endlich seine eigenen Züge gespiegelt zu sehen. Es kann nicht nur, es muss der Vater sein. Doch zu diesem vermeintlichen Familiendreieck kommt ein Vierter hinzu – Wim, der Imker, der all seine Bienen und damit seine gesamte Existenz an den Brand verloren hat. Ist vielleicht er der Vater? Die Spurensuche am Ort des Verbrechens wird zur Identitätssuche des Jungen.

Händl Klaus stellt die Theater mit seinen jüngsten Texten vor keine einfache Aufgabe. Wie kann man das noch »sinnvoll« inszenieren, ist die Frage, wenn der Autor will, dass der Text passagenweise Wort für Wort zwischen den Schauspielern wandert. Seit Stefan Otteni eine Inszenierung vorgelegt hat, die den Text tatsachlich zum Klingen bringt, weiß man: Händls kreisende Sprachwelt dreht sich doch.

Die Uraufführung von Eine Schneise war 2012 bei den Salzburger Festspielen.

Regie Stefan Otteni | Ausstattung Anne Neuser | Dramaturgie Diana Insel | Musik Bettina Ostermeier | Mit Elke Wollmann, Josephine Köhler, Stefan Willi Wang, Thomas Nummer

20 000 Seiten (Deutsche Erstaufführung) Nominierung NachSpielPreis

 

von Lukas Bärfuss

Gastspiel Staatsschauspiel Dresden

Samstag 03.05.2014, 20.30 Uhr, Marguerre-Saal

 

Da fliegt dem Gelegenheitsarbeiter Tony bei einem unglückseligen Unfall ein 20 000-seitiges Lexikon auf den Kopf – ausgerechnet eine historisch-fundierte Untersuchung über die Rolle der Schweiz im Zweiten Weltkrieg. Und es kommt noch dicker: Der Inhalt ist fortan in Tonys Kopf gespeichert – seiten-, zeilen- und silbengenau. Dieses neu erlangte Wissen macht ihn ratlos und lasst ihn zusehends trauriger werden. Während sein Umfeld ihn zunächst für verrückt erklärt und er in einer Psychiatrie landet, versucht ein Manager wenig später, Kapital aus seinem »unnützen Wissen« zu schlagen. Als Gedächtniswunder geht Tony in einer Talentshow ins Rennen, bis auch die Wissenschaft auf ihn aufmerksam wird und ihn für ihre Zwecke als Versuchskaninchen missbraucht. Dem nicht genug, zerbricht auch noch seine Liebesbeziehung darüber.

Das Staatstheater Dresden legt eine Nachinszenierung in der Regie von Burkhard C. Kosminski vor, die den Weg des armen Tony in die Untiefen der heutigen Event- und Medienkultur feinfühlig nachzeichnet. Bärfuss’ Idee, einem heutigen Menschen per copy and paste lexikalisches Wissen über das Schicksal von Flüchtlingen zuzumuten, die während des Zweiten Weltkrieges Asyl in der Schweiz suchten, hat etwas Groteskes. Burkhard C. Kosminksi inszeniert es, als wäre es ein Stück Realität.

Die Uraufführung von 20 000 Seiten war 2012 am Schauspielhaus Zürich.

Regie Burkhard C. Kosminski | Bühne Florian Etti | Kostüme Ute Lindenberg | Musik Hans Platzgumer | Licht Björn Gerum | Dramaturgie Julia Weinreich | Mit Cathleen Baumann, Torsten Ranft, Sascha Göpel, Anton Petzold, André Kaczmarczyk, Ines Marie Westernströer, Laina Schwarz

Niemandsland (Uraufführung)

von Yael Ronen & Ensemble

Gastspiel Schauspielhaus Graz

Sonntag 04.05.2014, 18.30 Uhr, Marguerre-Saal

 

Azra war mit ihrer kleinen Tochter Leyla während des Krieges aus Bosnien nach Österreich geflohen. Heute ist Leyla eine politisch engagierte Studentin, die in Palästina arbeiten will. Zum Entsetzen ihrer Mutter, denn dort herrscht Krieg und schon das Reden über Krieg ist in Azras Haus tabu. Osama und Jasmin sind ein israelisch-palästinensisches Paar, auf der Suche nach dem Ort, der sie als gleichberechtigte Bürger aufnimmt. Osama darf Palästina nicht verlassen. Jasmin emigriert nach Österreich und versucht, für ihn Asyl zu erlangen. Ein renommierter Kriegsreporter steht kurz vor dem Burnout, ein Anwalt wird durch sein Engagement für syrische Blogger zum Medienstar, ein junger Deutsch-Serbe setzt sich mit den Taten seiner Vatergeneration auseinander und ein Universitätsprofessor mit Forschungsschwerpunkt Nachkriegs-Gesellschaft fällt aus dem Hörsaal mitten ins wirkliche Leben. All diese Schicksale sind miteinander verknüpft im neuen Stück von Yael Ronen, zu dem die wahre Geschichte von den Ensemblemitgliedern Jasmin und Osama den Anstoß gab. Yael Ronen ist gebürtige Israelin und gehört zu den provokantesten Theatermacherinnen ihres Landes. Seit 2005 arbeitet sie auch an deutschsprachigen Theatern und bringt verschiedenste Kulturen in künstlerischen Einklang.

Konzept und Text Yael Ronen, Maryam Zaree | Regie Yael Ronen | Bühne und Kostüme Fatima Sonntag | Musik Yaniv Fridel | Choreografie Jasmin Avissar | Dramaturgie Maryam Zaree, Regina Guhl | Mit Birgit Stöger, Seyneb Saleh, Jan Thümer, Sebastian Klein, Julius Feldmeier, Knut Berger, Jasmin Avissar, Osama Zatar

 

Internationaler Autorenwettbewerb: Finnland

 

These Little Town Blues are Melting Away

Lauluja harmaan meren laidalta

von Pipsa Lonka | Deutsch von Katja von der Ropp

 

Ein kleiner Küstenort: weite Landschaft, gewöhnliche Leute in ihren Hütten, vom Leben gezeichnet. Wir lernen sie kennen: ihre täglichen Gewohnheiten, ihre bescheidenen Träume, ihre einfachen Freuden – und ebenso ihre ganz und gar heutigen Probleme von Ausgrenzung bis Burnout. Der Text folgt den Spuren einiger dieser Sonderlinge liebevoll und sensibel. Doch dann erreicht die Klimakatastrophe jenen hintersten Winkel der Ostsee und lasst den Wasserpegel gefährlich steigen. Jetzt ist die Dorfgemeinschaft gezwungen, lebenswichtige Entscheidungen zu treffen.

 

Pipsa Lonka

geboren 1977, schloss 2007 ihre Ausbildung an der Finnischen Theaterakademie ab und arbeitet seither als Theaterautorin und Dramaturgin. Sie schreibt sowohl für Erwachsene wie auch für Kinder. Ihre Stücke scheuen große Gefühle nicht und setzen die handelnden Personen in Beziehung zu ihrer Umwelt, besonders zur Natur. Für ihr Hörspiel Varjoinen talo (Das Schattenhaus) erhielt sie 2010 den Prix Europa. Mit These Little Town Blues are Melting Away gewann Pipsa Lonka 2011 die New Baltic Drama Competition.

 

26. April, 13 Uhr

Zwinger³

 

Jeder von uns

kuka tahansa meistä

von Emilia Pöyhönen | Deutsch von Stefan Moster

 

Jemand ist aus der Zeit gefallen: Das sagt man so dahin und meint damit, jemand ist altmodisch, anachronistisch, passt nicht in seine eigene Zeit. In Jeder von uns ist die Lage einfacher und doch viel komplizierter. Da ist nämlich tatsachlich jemand aus der Zeit gefallen, ganz wortwörtlich, während eines Telefonats. Ein kurzer Swoosh – und die Welt sieht irgendwie anders aus, blass, aber plastischer, ferner, dafür scharfer. Aber dieser Jemand kann doch kein Einzelfall sein? Wo sind all die anderen Menschen, die aus der Zeit gefallen sind? Auf der Suche nach einer Antwort für diesen unheimlichen Vorgang montiert Emilia Pöyhönen fantastische und verstörende Splitter einer jeweils eigenen Realität. Sie fragt nach der Radikalität des Todes, nach Schuld, Anklage und vor allem nach der Bedeutung eines einzigen Augenblicks – um am Ende zu behaupten: Man muss sich von der Wirklichkeit befreien, um in ihr leben zu können!

 

Emilia Pöyhönen

1982 geboren, hat neben ihrem Politik- und Dramaturgiestudium in Helsinki an der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch« in Berlin studiert. Sie arbeitet als Dramaturgin und Autorin viel im Bereich der Stückentwicklung und Romanadaption, übersetzt Texte für das Theater und hat bereits mehrere Stücke veröffentlicht.

 

26. April, 14 Uhr

Zwinger³

 

Der Patriarch

Patriarkka

von Juha Jokela | aus dem Finnischen von Stefan Moster

 

Konstruktionsingenieur Haimo und seine Frau ziehen mit Beginn ihrer Rente nach Frankreich. Doch Haimo kann sich mit dem Rentnerdasein nicht abfinden: Immer war er ein Mann der Tat, der Verantwortung. Auch gegen den Willen seiner Frau möchte er zurück nach Finnland. Er möchte

sich nicht zurücklehnen, sondern seinem Land weiterhin dienen. Die ungeplante Rückkehr bringt nicht nur das Zusammenleben des Paares, sondern auch das ihrer Kinder durcheinander und ruft Gefühle hervor, die über die Jahre verdrängt worden waren. Die Konflikte zwischen den

Generationen brechen auf und das bisher Unterdrückte kommt an die Oberfläche. Die Konflikte untereinander werfen aber auch jedes Familienmitglied auf sich selbst zurück, und plötzlich muss sich jeder nach seinem eigenen Platz in der Welt fragen.

 

 

Juha Jokela

1970 in Tampere/Finnland geboren, studierte zunächst Theater- und Literaturwissenschaft an der Universität in Helsinki und im Anschluss an der Theaterakademie. Seine Laufbahn als Autor begann er zunächst für das Fernsehen. Sein erstes Theaterstück Mobile Horror erntete 2003 großes Lob bei der Theaterkritik und gilt als eines der erfolgreichsten finnischen Gegenwartsstücke. Drei Jahre später erhielt er für Der Fundamentalist den Nordic Drama Award. Der Patriarch wurde in Finnland 2012 uraufgeführt und entstand im Auftrag des finnischen Nationaltheaters.

 

26. April, 15.30 Uhr

Zwinger³

Die Preise des Heidelberger Stückemarkts 2014

 

AutorenPreis

Aus 96 Einsendungen hat die Dramaturgie des Theaters und Orchesters Heidelberg sieben noch nicht durchgesetzte Theaterautorinnen und -autoren ausgewählt. Ihre neuen Stücke werden am 3. und 4. Mai in Lesungen vorgestellt. Daraufhin vergibt die Stückemarkt-Jury den Autorenpreis des Heidelberger Stückemarkts 2014. Der Autorenpreis wird durch die Manfred Lautenschläger Stiftung gestiftet und ist mit 10.000 Euro dotiert. Die Premiere eines der nominierten Stücke wird den Heidelberger Stückemarkt 2015 eröffnen.

 

Internationaler AutorenPreis

Der Internationale Autorenpreis, gestiftet durch das Land Baden-Württemberg, ist mit 5.000 Euro dotiert und wird von der Stückemarkt-Jury an einen der Theaterautoren/innen des Gastlands Finnland vergeben, die ihre neuen Stücke am 26. April in Lesungen vorstellen.

 

JugendStückePreis

Entsprechend zum KinderStückePreis der Mülheimer Theatertage NRW ermittelt die Jury unter drei Jugendstück-Produktionen, die als Gastspiele beim Heidelberger Stückemarkt zu sehen sind, den Preisträger. Hierbei wird die Stückemarkt-Jury durch eine »Expertenschar« von Jugendlichen beraten. Der Autor des Siegerstücks erhält den mit 6.000 Euro dotierten JugendStückePreis, gestiftet durch die Volksbank Kurpfalz H & G Bank. Die Produktion wird im Rahmenprogramm der Mülheimer Theatertage NRW 2015 gezeigt.

 

NachSpielPreis

Den Preisträger für die beste Zweit- oder Drittaufführung wählt der Theaterkritiker Jürgen Berger unter vier beim Stückemarkt gezeigten Produktionen aus. Der undotierte Preis ist mit einer Gastspieleinladung ins Rahmenprogramm der Mülheimer Theatertage NRW verbunden.

 

PublikumsPreis

Alle Stücke des internationalen wie deutschsprachigen Autorenwettbewerbs stehen zur Wahl für den PublikumsPreis. Durch schriftliche Abstimmung nach jeder Stücklesung hat das Publikum die Möglichkeit einen Sieger zu ermitteln. Dieser erhält mit der Ehrung ein Preisgeld von 2.500 Euro, gestiftet durch den Freundeskreis des Theaters und Orchesters Heidelberg.

Fr, 25.04.14

 

19 Uhr → Zwinger3

Eröffnung des Heidelberger Stückemarkts

 

20 Uhr → Zwinger1

Lupus in Fabula (Uraufführung) 

von Henriette Dushe Premiere

Autorenpreis des Heidelberger Stückemarkts 2013

Premiere Theater und Orchester Heidelberg,

Regie Alexander Nerlich

 

 

Sa, 26.04.14

 

Internationaler Autorenwettbewerb: Finnland

13 Uhr Lesung → Zwinger3

These little town blues are melting away

von Pipsa Lonka

14 Uhr Lesung → Zwinger3

Jeder von uns von Emilia Pöyhönen

Pause

15.30 Uhr Lesung → Zwinger3

Der Patriarch von Juha Jokela

 

18.30 Uhr → Zwinger1

Super B von Oblivia, Helsinki

 

20.30 Uhr → Marguerre-Saal

Höhlentiere von Laura Maijala

Theater Viirus und Theater 90° Helsinki,

Regie Laura Maijala

 

Ab 22.30 Uhr → Alter Saal

Party Heidelberg goes Finnland

 

 

So, 27.04.14

 

14 Uhr → Sprechzimmer (Friedrich 5)

Das Theater als Volkssauna?

Gespräch über die finnische Theaterlandschaft

 

17 Uhr → Theaterplatz

Ten journeys to a place where nothing happens von und mit Juha Valkeapää und Taito Hoffrén, Helsinki

 

 

 

 

 

 

18.30 Uhr → Alter Saal

Das Jahr des Hasen

nach Arto Paasilinna, von Esa Leskinen Ryhmäteatteri Helsinki, Regie Esa Leskinchen

 

 

Mo, 28.04.14

 

11 Uhr → Zwinger3

Black Box Schule: They expect you to pick a career von Oliver Frljić & Ensemble

Junges Schauspielhaus Düsseldorf,

Regie Oliver Frljić 14+  NOMINIERUNG JugendStückePreis

 

17 Uhr → Theaterplatz

Ten journeys to a place where nothing happens von und mit Juha Valkeapää und Taito Hoffrén, Helsinki

 

18.30 Uhr → Zwinger3

Animal Farm nach GeorgeOrwell von und mit Showcase Beat Le Mot,  14+  NOMINIERUNG JugendStückePreis

 

 

Di, 29.04.14

 

11 Uhr → Zwinger3

Animal Farm nach GeorgeOrwell von und mit Showcase Beat Le Mot  14+  NOMINIERUNG JugendStückePreis

 

11.30 + 15 Uhr → Theodor-Heuss-Realschule

Nina und Paul von Thilo Reffert

Landestheater Tübingen, Regie Tanja Weidner, 10+

 

18.30 Uhr → Zwinger1

Archiv des Unvollständigen von Laura de Weck

Theater Oldenburg, Regie Thomas Luz

 

20.30 Uhr → Alter Saal

Brandung von Maria Milisavljevic

Deutsches Theater Berlin, Regie Christopher Rüping

 

Im Anschluss Tangodeos meets Finnland

Neues Foyer

 

 

 

 

Mi, 30.04.13

 

11 Uhr → Zwinger1

Homevideo nach Jan Braren, von Can Fischer

Theater Baden-Baden, Regie Laura Huonker,

14+  NOMINIERUNG JugendStückePreis

 

16 Uhr → Sprechzimmer (Friedrich 5)

Wer oder was ist Autor?

Gespräch über Autorenschaft im zeitgenössischen Theater

 

18.30 Uhr → Zwinger1

Und dann von Wolfram Höll

Schauspiel Leipzig, Regie Claudia Bauer

 

20.30 Uhr → Marguerre-Saal

Gasoline Bill von René Pollesch

Münchner Kammerspiele, Regie René Pollesch

 

 

Do, 01.05.13

 

18.30 Uhr → Zwinger3

Schwimmen lernen von Marianne Salzmann

Maxim Gorki Theater Berlin,

Regie Hakan Savaş Mican NOMINIERUNG NachSpielPreis

 

18.30 Uhr → Marguerre-Saal

Das goldene Zeitalter von Kay Voges und

Alexander Kerlin

Theater Dortmund, Regie Kay Voges

 

 

Fr, 02.05.13

 

16 Uhr → Sprechzimmer (Friedrich 5)

Denkraum No. 6 der Dramaturgischen Gesellschaft Austauschrunde zwischen jungen Dramaturgen und Autoren

 

18.30 Uhr → Zwinger1

Die Kunden werden unruhig von Johannes Schrettle

Theater Osnabrück, Regie Nick Hartnagel

 

20.30 Uhr → Alter Saal

Brecht von Suse Wächter

Theater Oberhausen, Regie Suse Wächter

 

Sa, 03.05.13

 

Deutschsprachiger Autorenwettbewerb: 1. Tag

12 Uhr Lesung → Alter Saal

Tanzen tanzen!  von Daniel Foerster

13 Uhr Lesung → Alter Saal

Die bergung der Landschaft von Magdalena Schrefel

Pause

15 Uhr Lesung → Alter Saal

Das Tierreich von Nolte Decar

16 Uhr Lesung → Alter Saal

Butcher’s Block von David Lindemann

 

18.30 Uhr → Zwinger¹

Eine Schneise von Händl Klaus

StaatstheaterNürnberg, Regie Stefan Otteni NOMINIERUNG NachSpielPreis

 

20.30 Uhr → Marguerre-Saal

20 000 Seiten von Lukas Bärfuss

Staatsschauspiel Dresden,

Regie Burkhard C. Kosminski NOMINIERUNG NachSpielPreis

 

Ab 22.30  Uhr Party mit der Happy End Band → Alter Saal

 

 

So, 04.05.13

 

Deutschsprachiger Autorenwettbewerb: 2. Tag

13 Uhr Lesung → Alter Saal

Die Reise von Matthias Naumann

14 Uhr Lesung → Alter Saal

Noch ein Lied vom Tod von Juliane Stadelmann

Pause

15.30 Uhr Lesung → Alter Saal

Der Marienthaler Dachs von Ulf Schmidt

 

18.30 Uhr → Marguerre-Saal

Niemandsland von Yael Ronen & Ensemble

Schauspielhaus Graz, Regie Yael Ronen

 

21 Uhr → Alter Saal

Preisverleihung

 

www.heidelberger-stueckemarkt.de

 

Tickets und Veranstaltungsorte

 

Tickets und Informationen erhalten Sie an der Theaterkasse

Tel. 06221 / 5820 000 oder im Internet unter

 

www.heidelberger-stueckemarkt.de oder

www.theaterheidelberg.de

 

Vorverkauf ab 15. März 2014

Freier Eintritt zu allen Diskussionen, Publikumsgesprächen sowie für Parties (z.B. mit der Happy End Band)

 

 

Autorentickets

1 Autorentag, 3-4 Lesungen                          13€                 6,50€ erm.

Einlass zu Beginn jeder Lesung

 

3 Autorentage, 10 Lesungen                         33€                 16,50€ erm.

Einlass zu Beginn jeder Lesung

 

 

Festivalpass                                                   130€               65€ erm.

 

Gastspiele im Alten und Marguerre-Saal     ab 16€            ab 8€ erm.

 

Gastspiele im Zwinger¹ und Zwinger³           22€                 11€ erm.

 

Kinder- und Jugendtheater-Gastspiele          17€                 8,50€ erm.

 

Klassenzimmerstück Nina und Paul              13€                 6,50€ erm.

 

Schülergruppen-Preise ab 10 Personen        6,50€

 

Happy End Band                                            5€

 

 

 

 

Theaterkasse

Theaterstraße 10

69117 Heidelberg

Mo-Sa 11-18 Uhr

 

Abendkasse 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn am Veranstaltungsort!

 

Zwinger¹ und Zwinger³

Zwingerstraße 3-5

69117 Heidelberg

Bus 31, 32 zur Haltestelle Universitätsplatz; Bus 33, 30 zur Haltestelle Oberer Fauler Pelz

 

Team

Intendanz Holger Schultze

Künstlerische Leitung Holger Schultze, Jürgen Popig

Produktionsleitung Katja Herlemann

Produktionsassistenz Andreas Uhl

Mitarbeit Organisation Katharina Simmert, Stephanie Michels

Finnland-Scout  Jukka-Pekka Pajunen

Jury Jürgen Popig, Anna Bergmann, Vasco Boenisch, Erich Sidler, Bernhard Studlar

Kuratoren für den NachSpielPreis Barbara Behrendt, Jürgen Berger

Technische Direktion Peer Rudolph

Technische Leitung Daniel Prinzing

Ausstattung Bettina Ernst, Jennifer Sittler, Erika Hoppe

Öffentlichkeitsarbeit und Presse Sonja Zirkler (Leitung), Anna-Maria Losardo

Homepage Alicia Solzbacher

Marketing Caroline Thiemann

Nominierung Autorenwettbewerb Karoline Felsmann, Lene Grösch, Katja Herlemann,  Stephanie Michels, Jürgen Popig, Sonja Winkel

Einrichtung Lesungen Britta Ender, Karoline Felsmann, Lene Grösch, Stephanie Michels, Juri Padel, Jürgen Popig, Jessica Weißkirchen, Sonja Winkel

Programm Holger Schultze, Jürgen Popig, Katja Herlemann

 

Bei den Autorentagen lesen Mitglieder des Schauspiel- und Zwinger³-Ensembles des

Theaters und Orchesters Heidelberg.

 

Wir bedanken uns bei allen Förderern, Unterstützern, Kooperations- und Medienpartnern und Beratern.

 

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