Förderverein Burg Wersau – Reilingen anno November 2015

Förderverein Burg Wersau – Reilingen anno November 2015

Infobrief des Fördervereins Burg Wersau – November 2015

Sehr geehrte Freunde unserer Burg Wersau,

In unserem Infobrief erfahren Sie Aktuelles rund um unsere ehemalige Burg.

Im November gibt es über folgende Neuigkeiten zu berichten:

  • Archäologie-AG begibt sich in die Winterpause
  • Was alte Landkarten über die Reilinger Burg Wersau erzählen können
  • Überraschender Fund beim Abriss von Kellermauern
  • Auf zum Reilinger Adventsmarkt (5. und 6. Dezember 2015)

 

Archäologie-AG begibt sich in die Winterpause

Die Archäologie-AG des Carl-Friedrich-Gauß Gymnasiums Hockenheim hat sich nun in die Winterpause begeben. Im diesjährig letzten Treffen am 30. Oktober haben die Leiterin des AK Wersau, Hella Müller sowie der Grabungsleiter der Universität Heidelberg, Justin Schmidt einen Rückblick auf die bisherigen Tätigkeiten und Fortschritte gegeben. Zugleich gab es einen Ausblick auf die im Frühjahr geplante Fortsetzung der Archäologie AG.

Ein toller Fund wurde in Anwesenheit von „Presse und Fernsehen“ gemacht, ein „Kreutzer“ aus dem Jahre 1794.

Unseren besonderen Dank gilt hier an dieser Stelle Herrn Eckarth Palutke, der uns einen hervorragend gemachten Film über das diesjährige Abschlusstreffen der Archäologie AG erstellt hat.

Das Video ist bisher leider noch nicht auf YouTube verfügbar, kann jedoch über folgenden Link angesehen werden:

Film über die Archäologie-AG auf der Wersau anschauen

 

Was alte Landkarten über die Reilinger Burg Wersau erzählen können

Eine seit kurzem in Privatbesitz erstandene Landkarte aus dem Jahre 1676 unter dem Titel: “ Eigendliche Abb.(Abbildung) der gantzen Gegend Phillippsburg samt jtziger Belagerung Anno 1676″ zeigt, dass im Kriegsfalle das Dorf Reilingen unwichtig war. Es ist lediglich die Burg Wersau abgebildet, obwohl immer der „Schafhof“ und der Ort mit betroffen waren. Die Nachbardörfer Hockenheim, Waghäusel, Rheinhausen, “ Lassan“ ( Alt-losse), Ketsch oder „Brusel“ sind auf der Karte verzeichnet. Zwischen Speyer und Rheinhausen eine Schiffsbrücke eingezeichnet, während von Altlußheim her nur ein Kahn (eine Fähre ?) zu erkennen ist.

Der Anlass für diese Karte ist die Festung Philippsburg (bis 1623 „Udenheim“ ,dann umbenannt nach dem Speirer Bischof Philipp von Sötern). Sehr schnell zog die festungsbewehrte Stadt nun wie ein Magnet Belagerungen und Kriege nach sich, unter welchen die umliegenden Burgen, Dörfer und Städte mitleiden mussten. Einige Jahreszahlen seien hier genannt. Aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges und danach sind dies:

1634: Belagerung Philippburgs durch protestantische Schweden und am 3. Januar Kapitulation wegen Hungers und ehrenvoller Abzug des Kommandanten Kaspar Bamberger. Im September Übergabe an die Franzosen für 400 000 Taler.

1635: Rückeroberung durch Bamberger In unserer Gegend herrschen Pest und Hungersnot

1638-42: Sammelpunkt für kaiserliche Heere . Die Philippsburger und die umliegenden Orte werden durch hohe Abgaben schwer belastet.

1644 bis 1676: Turenne und Herzog Enghien belagern Philippsburg und Kommandant Bamberger kapituliert. Die Festung bleibt 32 Jahre in französischem Besitz. Die Bevölkerung leidet durch Ausplünderung durch die französische Besatzung. 1666 herrscht die Pest. 1676 wird die ganze Umgebung von Philippsburg verwüstet. Turenne: „Brulez Palatinat!“ ( „Verbrennt die Pfalz!“) Durch die französische Philippsburger Besatzung werden u.a. Graben, Kißlau, Schwetzingen und am 13.3.1676 Bruchsal zerstört. Der Kaiser beschließt Philippsburg zu belagern. Anfang Mai belagert das Regierungsheer mit 40 000 Mann die Stadt ( und die mussten von den Dörfern außen herum versorgt werden). Nach vielen Kämpfen ziehen 1676 die Deutschen mit 3000 Mann in die Festung ein.

Aber weit schlimmere Zeiten sollte noch der 1688 beginnende Pfälzische Erbfolgekrieg bringen. So erfahren wir bei Hermann Krämer, Ortschronik von 1912 auf der Seite 16): am 9.3.1691; “ dass der Hafer seit 1688 im Felde stehen geblieben ist. Die Franzosen, die Philippsburg blockierten, durften hier in den Scheuern fouragieren (Menschen und Tiere mit Lebensmittel und Futter versorgen). … Im Herbst 1688 wurden die Vorräte in den Scheunen in Brand gesteckt.

Philipp Bickle (Quellen: Stadt Philippsburg :“ philippsburg.inmeco.de“ und „club-rheingrafvonsalm.de“)

 

Auszug aus der Karte von 1676

 

Überraschender Fund beim Abriss von Kellermauern

Gründungsstein der Wersauer Schlossmühle mit historischen Zeitdokumenten geborgen

Vor der Winterpause kam Anfang November nochmals ein Bagger auf dem Gelände der ehemaligen Burg Wersau zum Einsatz. Im Zuge der aufwendigen archäologischen Untersuchungen wurden letzte Abrissmaßnahmen im Kellerbereich der Wersauer Schlossmühle vorgenommen. Ziel war es vor allem, die „moderneren“ Mauerfundamente der Aus-und Anbaumaßnahmen aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert (1869, 1911) zu entfernen. Damit konnten die schon im Vorjahr begonnenen Abrissarbeiten beendet werden. Zugleich war es mit dieser Aktion möglich, einen Überblick darüber zu gewinnen, ob noch weitere ehemalige Gebäudeteile auf historischen Fundamenten ruhen. Für die Archäologen war dies von besonderer Bedeutung. Schließlich war bei den Ausgrabungen im Jahresverlauf festgestellt worden, dass sich direkt unter den Mauern der Mühle die Gebäudefundamente der ehemaligen Tortürme und die Burgmauer der ältesten Burgphase des 13. und 14. Jahrhundert befinden.

 

Die archäologisch wenig interessanten Mauerfragmente werden abgebrochen

 

Fundamente der Burg entdeckt

Unter Aufsicht des Ausgrabungsleiters Justin Schmidt wurden die Kellerfundamente der Mühle sorgsam von der 13 Tonnen schweren Maschine des Abrissunternehmens und mit zentimetergenauer Präzision Stein für Stein abgetragen. Belohnt wurde das aufwändige Vorgehen nicht nur durch die Entdeckung neuer Fundamentbereiche der Burg, sondern auch durch die Bergung des Gründungsteines der Familie Zahn von 1869. Darin wurde eine mit Glas und Mörtel verschlossene Einlassung mit einem luftdichtversiegelten Metallbehälter entdeckt.

 

In einer kleinen Schatulle sind historische Zeitdokumente verborgen

 

Urkunden und Münzen aus dem 18. Jahrhundert

Mit größter Vorsicht wurde die Versiegelung entfernt. Der Metallbehälter enthielt eine große Rolle mit handgeschriebenen Papieren (vermutlich die Gründungsurkunden und Grundrisspläne), sowie eine Reihe von Münzen aus der Zeit zwischen 1830 und 1866. Die durch die Zeit fragil gewordenen Zeitdokumente wurden in die Werkstatt des Landesamtes für Denkmalpflege nach Esslingen gebracht, um dort fachgerecht restauriert und untersucht zu werden.
„Das ist ein spektakulärer Fund“, freute sich Oberkonservator Dr. Folke Damminger vom Regierungspräsidium Stuttgart. Er hatte es sich nicht nehmen lassen, gemeinsam mit dem Arbeitskreis „Burg Wersau“ der Freunde Reilinger Geschichte bei der spannenden Aktion dabei zu sein. (JD/JS)

 

Die Anspannung beim Öffnen des Metallbehälters ist mit den Händen zu greifen

 

Auf zum Reilinger Adventsmarkt am 5. und 6. Dezember 2015

Auch in diesem Jahr wird der Förderverein Burg Wersau e.V. zusammen mit dem AK Burg Wersau auf dem Reilinger Adventsmarkt vertreten sein.

Wie schon im Vorjahr bieten wir unter anderem unseren Glühwein aus leckerem Dornfelder sowie unsere heiß begehrte Gulaschsuppe an.

Am Samstagabend finden an unserem Stand diverse Programmpunkte statt:

So wird der Nikolaus ab 20 Uhr für ordentlich Unterhaltung sorgen. Die Kinder können währenddessen an unserem Feuer Stockbrot backen.

Um 20:45 wird uns Peter Geng beim Historischen Adventssingen in Stimmung bringen.

Zudem wird unser Burgschmied Jürgen Dörfer mit seinen Schmiedevorführungen sein Können zum Besten geben.

 

Unser Angebot während des Reilinger Adventsmarkts

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Für Ihr Interesse bedanke ich mich und verbleibe

 

Mit den besten Grüßen

Ihr

Andreas Dörfer

 

 

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