
Erlangen. Sirenen, Smartphones und digitale Stadtinformationsanlagen werden am Donnerstag, 10. September 2026, um 11 Uhr im Rahmen des gemeinsamen Warntags von Bund und Ländern getestet. Auch im Erlanger Stadtgebiet sollen verschiedene Warnsysteme ausgelöst werden.
Sirenen und Warnmeldungen um 11 Uhr
Zum bundesweiten Warntag werden in Erlangen die vorhandenen Sirenen heulen. Gleichzeitig soll die Warn-App NINA auf Smartphones Testwarnungen auslösen.
Darüber hinaus wird bundesweit auch das Warnsystem Cell Broadcast getestet. Dabei können Mobiltelefone in einem betroffenen Gebiet Warnmeldungen empfangen, ohne dass zuvor eine App installiert oder eine persönliche Registrierung vorgenommen werden muss.
Auch die digitalen Stadtinformationsanlagen in Erlangen sollen mit Testmeldungen auf den Warntag aufmerksam machen.
Entwarnung gegen 11.45 Uhr
Gegen 11.45 Uhr ist die Entwarnung vorgesehen. Diese soll über die Warnmittel und Endgeräte erfolgen, über die zuvor auch die Warnmeldung versendet wurde.
28 Sirenen im Erlanger Stadtgebiet
Die Stadt Erlangen verfügt nach eigenen Angaben über 28 Sirenen, die über das bewohnte Stadtgebiet verteilt sind. Sie sollen die Bevölkerung im Fall größerer Schadensereignisse warnen und informieren.
Bei einer tatsächlichen Gefahr gibt ein auf- und abschwellender Heulton von einer Minute Dauer das Signal, sich über die aktuelle Lage zu informieren und insbesondere Radiogeräte einzuschalten sowie auf Durchsagen zu achten.
Ist die Gefahr vorbei, erfolgt über die Sirenen ein einminütiger Dauerton als Entwarnung.
Warnung bei unterschiedlichen Schadensereignissen
Warnungen können bei unterschiedlichen Gefahrenlagen erforderlich werden. Dazu gehören beispielsweise Hochwasser und Überflutungen, Unfälle mit gefährlichen Gütern auf Straße oder Schiene sowie Großbrände mit starker Rauchentwicklung.
Nach Angaben der Stadt Erlangen hat der Katastrophenschutz bereits vor mehr als 15 Jahren ein eigenes Konzept entwickelt, um die Bevölkerung bei größeren Schadensfällen möglichst schnell zu warnen und zu informieren.
Mobile Lautsprecher ergänzen die Sirenen
Ergänzt wird das Warnsystem durch mobile Lautsprecheranlagen. Diese können auf Einsatzfahrzeuge montiert und in festgelegten Warnbezirken eingesetzt werden.
Dort können die Einsatzkräfte die Bevölkerung mit Textdurchsagen oder Warntönen informieren.
Warn-App NINA kostenlos verfügbar
Die Warn-App NINA kann kostenlos für Smartphones heruntergeladen werden. Nutzerinnen und Nutzer können darüber Warnmeldungen für ausgewählte Städte oder Landkreise erhalten.
Zu den möglichen Informationen gehören unter anderem Warnungen zu Wetterereignissen und Hochwasser sowie Hinweise und Verhaltenstipps für Notfälle.
Cell Broadcast funktioniert ohne Anmeldung
Cell Broadcast ist ein anonymes Warnverfahren über das Mobilfunknetz. Mobiltelefone können innerhalb einer bestimmten Funkzelle eine Warnmeldung empfangen, wenn sie sich in einem potenziellen Gefahrengebiet befinden.
Eine vorherige Registrierung oder die Angabe personenbezogener Daten ist dafür nach Angaben der Stadt Erlangen nicht erforderlich.
Der Warntag im Überblick
- Datum: Donnerstag, 10. September 2026
- Beginn der Warnung: 11 Uhr
- Entwarnung: gegen 11.45 Uhr
- Warnmittel: Sirenen, Warn-App NINA, Cell Broadcast und digitale Stadtinformationsanlagen
- Besonderheit in Erlangen: 28 Sirenen stehen im bewohnten Stadtgebiet zur Verfügung
Wichtig: Die Warnungen am 10. September sind Teil eines Tests. Bürgerinnen und Bürger müssen aufgrund der Testmeldungen keine besonderen Maßnahmen ergreifen.

