Karlsruhe. Mit eindrucksvollen Projektionen, Installationen und Medienkunst im öffentlichen Raum hat Karlsruhe in diesem Sommer rund 300.000 Besucherinnen und Besucher erreicht. Am Sonntagabend, 13. September 2026, endete nach 32 Tagen das SCHLOSSLICHTSPIELE Light Festival. Parallel dazu verwandelte die Open-Air-Ausstellung „Media Art is here“ verschiedene Orte im Karlsruher Stadtgebiet in frei zugängliche Kunstflächen.

Im Mittelpunkt standen die Projektionen auf der 170 Meter breiten Fassade des Karlsruher Schlosses. Doch auch der Marktplatz, der Schlossgarten, der Alte Flugplatz in der Nordstadt und weitere öffentliche Orte wurden Teil des Medienkunstprogramms. Zu den auffälligen Installationen gehörten eine zweite Pyramide auf dem Marktplatz und ein klingendes Metronom im Wald.
Visionen für das städtische Zusammenleben
Die zwölfte Ausgabe der Schlosslichtspiele stand unter dem Motto „Lightyard Stories. Visionen urbaner Lebensräume“. Internationale Künstlerinnen und Künstler beschäftigten sich dabei mit Architektur, gesellschaftlichem Zusammenleben und der Zukunft urbaner Räume.
Mehrere Arbeiten griffen das Wirken des Karlsruher Stadtbaumeisters Friedrich Weinbrenner auf, dessen 200. Todesjahr 2026 im Mittelpunkt zahlreicher Veranstaltungen stand. Drei der neuen Produktionen waren zuvor mit dem BBBank Award ausgezeichnet worden.
Weitere Höhepunkte waren die Produktion „TIME³ X !lli“ der ZKM Summer School sowie eine Arbeit über bedrohte maritime Lebensräume, die mit Unterstützung des Naturkundemuseums entstand. Die Show „On Fire“ würdigte das 100-jährige Bestehen der Berufsfeuerwehr Karlsruhe. Feuerwehrleute unterstützten die Präsentation auch vor Ort.
Eine mit dem dm-Award ausgezeichnete Arbeit verband erstmals Projektionen auf dem Schloss mit Skulpturen im Garten des Prinz-Max-Palais.
Die ganze Stadt wurde zur Galerie
Martin Wacker, Geschäftsführer der veranstaltenden Karlsruhe Marketing und Event GmbH, zog ein positives Fazit: „Karlsruhe hat eindrucksvoll gezeigt, dass die ganze Stadt nicht nur Bühne, sondern ebenso Leinwand und Galerie sein kann.“
Zum Erfolg hätten die enge Zusammenarbeit von KME, ZKM, Kulturamt und zahlreichen weiteren Partnern sowie der kostenlose Zugang beigetragen. Das Angebot erreichte nach Angaben der Veranstalter nicht nur Menschen aus Karlsruhe und der Region, sondern auch Gäste von außerhalb.
Mehr Besucher in der Karlsruher Innenstadt
Die Veranstaltungen wirkten sich nach Angaben der KME ebenfalls positiv auf die Innenstadt aus. Messungen an verschiedenen Standorten hätten während des Medienkunstsommers eine durchschnittlich rund 30 Prozent höhere Passantenfrequenz ergeben. Besonders in den Abendstunden hielten sich demnach mehr Menschen länger in der Innenstadt auf.
Unterstützt werden die Schlosslichtspiele auch vom Freundeskreis Schlosslichtspiele Karlsruhe e. V. Durch dessen Engagement konnte 2026 unter anderem die audiovisuelle Installation „Echo einer Ordnung“ in der Evangelischen Stadtkirche am Marktplatz verwirklicht werden. Informationen gibt es unter www.freundeskreis-schlosslichtspiele.de.
Der nächste Termin steht bereits fest: Das SCHLOSSLICHTSPIELE Light Festival 2027 soll vom 12. August bis zum 13. September 2027 stattfinden.
Quelle der Informationen: KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH
Redaktion TVüberregional
Oliver Döll
Inhaber und Redaktion TVüberregional
Videoproduzent · Kameramann · Redakteur · Videojournalist
E-Mail: redaktion((@))tvueberregional.de
TVüberregional: www.tvueberregional.de
YouTube: Oliver Döll – @oliverdoell
© TVüberregional – Oliver Döll
