Friedwald im Sonnenlicht

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Auf dem Nürnberger Westfriedhof ist eine neue Grabanlage für Baumbestattungen eröffnet worden. Mit 16 Bäumen und insgesamt 512 Baumgrabstellen erweitert die Stadt Nürnberg ihr Angebot für eine naturnahe Form der letzten Ruhe.

Die Nachfrage nach Waldbestattungen nach dem Vorbild eines Friedwalds nimmt in Nürnberg bereits seit 2006 kontinuierlich zu. Mit einer ersten Anlage auf dem Südfriedhof wurde diesem Wunsch früh Rechnung getragen. Nun steht auch auf dem Westfriedhof eine weitere Anlage für diese Bestattungsform zur Verfügung.

16 Bäume und 512 Baumgrabstellen

Am Dienstag, 1. September 2026, haben Nürnbergs Referentin für Umwelt und Gesundheit, Britta Walthelm, und Armin Hoffmann, Leiter der Friedhofsverwaltung, die neue Grabanlage der Öffentlichkeit übergeben.

Auf dem Areal wurden insgesamt 16 Bäume gepflanzt beziehungsweise in die Gestaltung einbezogen. Insgesamt entstanden 512 Baumgrabstellen.

Dem Bau der neuen Anlage gingen umfangreiche Planungs-, Bau- und Landschaftsgestaltungsmaßnahmen voraus. Bereits 2025 war auf dem Westfriedhof ein geeignetes Areal für das Projekt ausgewiesen worden.

Naturnahe Bestattung in geschützter Umgebung

Baumbestattungen entsprechen dem Wunsch vieler Menschen nach einer naturnahen und zugleich gut erreichbaren Form der letzten Ruhe.

„Mit der neuen Anlage auf dem Westfriedhof schaffen wir einen würdevollen Ort, der Natur, Trauer und Erinnerung miteinander verbindet. Baumbestattungen entsprechen dem Wunsch vieler Menschen nach einer naturnahen und zugleich gut erreichbaren Form der letzten Ruhe“, erklärt Nürnbergs Referentin für Umwelt und Gesundheit, Britta Walthelm.

Bei der Entwicklung des Konzepts war es der Friedhofsverwaltung wichtig, die besonderen Merkmale einer Baumbestattung mit den Vorteilen eines städtischen Friedhofs zu verbinden.

Ganzjährig erreichbar und gut angebunden

Zu den Vorteilen des Standorts gehören die gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln und die ganzjährige Zugänglichkeit.

Darüber hinaus sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort präsent. Die klar abgegrenzte Friedhofsanlage bietet gleichzeitig einen geschützten Rahmen für Trauer und Erinnerung.

Metall, Naturstein und besondere Gedenkorte

Auch bei der Gestaltung verfolgt die neue Anlage einen eigenen Ansatz. Statt Namensplättchen direkt an den Bäumen kommen hochwertige Elemente aus Metall und Naturstein zum Einsatz.

Die Namen der Verstorbenen werden auf eigens gestalteten Namenstafeln angebracht. Zusätzliche Gedenksäulen bieten einen festen Ort für persönliche Trauerrituale und Erinnerungsstücke.

Die naturnah gestalteten Bereiche bleiben dagegen weitgehend frei von zusätzlichen Hinweisen und Einbauten. Ergänzt wird die Anlage durch ergonomische Sitzbänke, die speziell für dieses Konzept entwickelt wurden.

Raum für persönliche Erinnerung

„Wir wollten einen Ort schaffen, der sich möglichst selbstverständlich in die Umgebung einfügt und gleichzeitig Orientierung gibt. Die Gestaltung soll Ruhe ausstrahlen und den Menschen Raum für ihre persönliche Trauer und Erinnerung lassen“, erklärt Armin Hoffmann, Leiter der Friedhofsverwaltung Nürnberg.

Die neue Grabanlage soll damit Natur, Erinnerung und eine würdevolle Bestattung miteinander verbinden.

Gemeinsame Entwicklung innerhalb der Friedhofsverwaltung

Die Entwicklung und Umsetzung der Anlage erfolgten in enger Zusammenarbeit verschiedener Bereiche der Friedhofsverwaltung.

Beteiligt waren unter anderem die Gärtnerei, der Bestattungsbetrieb, der Ordnungsdienst sowie das hauseigene Design.

Das dabei entwickelte System ist inzwischen patentrechtlich geschützt. Nach Angaben der Stadt wurde das Konzept bereits von Nachbargemeinden in Lizenz übernommen.

Neue Grabanlage für Baumbestattungen
Westfriedhof Nürnberg
16 Bäume
512 Baumgrabstellen




Friederike Lober – Redakteurin mit Herz für Bücher, Autorinnen und Autoren

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Von Friederike Lober

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