Der Technische Ausschuss der Stadt Schwetzingen hat sich in seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause am 23. September 2026 mit mehreren Infrastruktur- und Stadtentwicklungsthemen befasst. Beschlüsse gab es unter anderem zum Parkleitsystem und zur Kanalinspektion im Hirschacker.

Schwetzingen – Infrastruktur im Stadtgebiet
Schwetzingen. Archivbild: TVüberregional

Parkleitsystem wird neu aufgestellt

Das Parkleitsystem soll grundlegend neu konzipiert und technisch erneuert werden. Der Ausschuss stimmte einer überplanmäßigen Ausgabe von 100.000 Euro zu. Das bisherige System stammt aus dem Jahr 2004 und kann nach Angaben der Stadt wegen veralteter Technik, fehlender Ersatzteile und nicht mehr zeitgemäßer Software wirtschaftlich nicht mehr instandgesetzt werden.

Künftig ist eine Kombination aus statischer Wegweisung und gezielten dynamischen Restplatzanzeigen vorgesehen. An den Parkhäusern Wildemannstraße, Schlossgarage und Zentrum Schloss sind bereits Anzeigen für freie Stellplätze installiert. Zusätzlich sollen an vier Ortseingängen großflächige dynamische Tafeln entstehen.

Die Gesamtkosten werden derzeit auf rund 200.000 Euro geschätzt. Im Haushalt 2026 waren bislang 100.000 Euro vorgesehen.

Zusätzliche Kanalinspektionen im Hirschacker

Bei der laufenden Kamerabefahrung des öffentlichen Kanalnetzes im Hirschacker wurden deutlich mehr Anschlussleitungen festgestellt als aus den Bestandsunterlagen hervorging. Rund 600 zusätzliche Leitungen müssen untersucht und dokumentiert werden.

Der Ausschuss genehmigte dafür einen Nachtrag von 85.293,25 Euro. Die Gesamtauftragssumme für die Untersuchungsabschnitte erhöht sich damit nach Angaben der Stadt von ursprünglich 518.143,31 Euro auf 695.185,56 Euro.

Bebauungsplan „Südlich Hirschacker II“

Der Ausschuss beriet außerdem über die eingegangenen Stellungnahmen zum Bebauungsplan „Südlich Hirschacker II“. Während der öffentlichen Beteiligung vom 20. April bis 22. Mai 2026 gingen keine Stellungnahmen aus der Bürgerschaft ein. Behörden, Träger öffentlicher Belange und Nachbargemeinden reichten insgesamt 21 Stellungnahmen ein, sieben davon mit Anregungen oder Hinweisen.

Der Gemeinderat soll den Bebauungsplan und die örtlichen Bauvorschriften am 30. September 2026 als Satzung beschließen.

Historisches Pförtnerhäuschen soll neu genutzt werden

Auch das historische Ensemble am ehemaligen Bundesbahnausbesserungswerk Süd war Thema. Das erhaltene, denkmalgeschützte Pförtnerhäuschen soll saniert und künftig als Vinothek mit Weinhandel und Gastronomieanteil genutzt werden. Gegenüber ist ein moderner Spiegelbau als Bürogebäude und Firmensitz geplant.

Der Gemeinderat soll am 30. September über den Entwurf entscheiden. Anschließend ist die Offenlage als nächste Phase des Bebauungsplanverfahrens vorgesehen.

Spielplätze: weitere Sanierungen geplant

Schwetzingen verfügt nach Angaben der Stadt über 31 Spiel-, Fitness- und Bolzplätze sowie weitere Freizeit- und Sportangebote. In den vergangenen sechs Jahren wurden rund 80 Prozent der Anlagen verbessert, modernisiert oder generalsaniert.

Für 2027 sind die Generalsanierungen der Spielplätze im Ostpreußenring und im Arionweg vorgesehen. 2028 soll der Spielplatz an der Grenzhöfer Straße generalsaniert werden. Der Spielplatz am Sudetenring soll zu einem barrierefreien Spiel- und Bewegungsangebot ausgebaut werden. Zusätzlich plant die Stadt mehr Hitzeschutz durch Bäume und Sonnensegel.

Quelle: Stadt Schwetzingen, Pressemitteilung zum Technischen Ausschuss vom 23. September 2026.

DoellTV TVueberregional - Oliver Döll

Von Oliver

seit 1988 Kameramann. TVueberregional: Medienplattform für Berichterstatter, Videoproduzenten, Bekanntmachungen für Gewerbe, Kommune, Bürger, Polizei, Feuerwehr.