Heidelberg-Handschuhsheim. Ein 85-jähriger Mann ist am Montagabend, 26. Oktober 2026, gegen 22 Uhr nach Angaben des Polizeipräsidiums Mannheim Opfer eines sogenannten Schockanrufs geworden. Der finanzielle Schaden liegt laut Polizei bei mehr als 200.000 Euro.

Unbekannte gaben sich am Telefon als Mitarbeitende der Staatsanwaltschaft aus und behaupteten, der Sohn des Seniors habe einen Verkehrsunfall verursacht, bei dem eine Frau und ein Kind ums Leben gekommen seien. Um eine angebliche Inhaftierung abzuwenden, forderten sie zunächst 80.000 Euro Kaution. Als sie von vorhandenen Wertgegenständen erfuhren, erhöhten sie die Forderung.

Unter dem Eindruck der erfundenen Notlage übergab der Mann gegen Mitternacht zahlreiche Goldmünzen vor seiner Wohnungstür an einen Unbekannten. Der Abholer flüchtete. Die Kriminalpolizei ermittelt.

Die Polizei warnt grundsätzlich davor, bei überraschenden Anrufen Geld oder Wertsachen an Unbekannte zu übergeben. Wer einen solchen Anruf erhält, sollte auflegen und die angeblich betroffenen Angehörigen über eine selbst gewählte Nummer kontaktieren.

Neutrales Blaulicht-Symbolbild von TVüberregional zur Polizeimeldung
Symbolbild: TVüberregional – keine Aufnahme vom Tatort.

Quelle: Polizeipräsidium Mannheim, Mitteilung vom 27. Oktober 2026, 13.42 Uhr.

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