Neuf-Brisach in Frankreich: Auf einer Reise durchs Elsass begegnen sich an diesem außergewöhnlichen Ort zwei Welten: die geometrische Festungskunst des Baumeisters Vauban und die lebendige Bildsprache moderner Street Art. Prof. Dr. Thorsten Krings hat diesen faszinierenden Kontrast in einer vielseitigen Bildstrecke festgehalten. Wer gern Neues entdeckt, findet hier ein Ausflugsziel, das auch Familien überraschen kann.
Eine Festung wie aus einem Geschichtsbuch
Neuf-Brisach, östlich von Colmar und nicht weit vom Rhein entfernt, gehört zu den eindrucksvollsten Festungsstädten des Elsass. Der französische Festungsbaumeister Sébastien Le Prestre de Vauban ließ den Ort gegen Ende des 17. Jahrhunderts als planmäßige Befestigungsanlage errichten. Aus der Vogelperspektive zeigt sich die besondere, sternförmig gegliederte Anlage mit ihren Wällen und Gräben. Die Befestigungen gehören zum UNESCO-Welterbe der Vauban-Festungen.
Heute können Gäste die gewaltigen Mauern ganz ohne militärische Eile bestaunen. Rund um die Stadttore gibt es viel zu fotografieren: mächtige Steinquader, eindrucksvolle Durchgänge und ungewöhnliche Perspektiven. Gerade für Kinder ist der Unterschied zwischen den breiten Wällen und der kleinen Gestalt eines Menschen davor verblüffend.
© Thorsten Krings
© Thorsten Krings
© Thorsten Krings
© Thorsten Krings
© Thorsten Krings
© Thorsten Krings
© Thorsten Krings
© Thorsten Krings
© Thorsten KringsMAUSA Vauban: Kunst, die aus dem Rahmen fällt
Die eigentliche Überraschung wartet in den historischen Befestigungsräumen. Hier befindet sich das MAUSA Vauban – Musée d’Art Urbain et de Street Art. Anstatt in einem weißen Museumssaal hängen die Kunstwerke auf den Wänden einer ehemaligen Kasematte. Das Museum umfasst etwa 1.200 Quadratmeter und zeigt großformatige Bilder, Installationen und ungewöhnliche künstlerische Ideen.
Es ist gerade dieser Ortswechsel, der den Besuch so spannend macht: Die dicken, jahrhundertealten Mauern vermitteln Geschichte, während moderne Street Art neue Fragen stellt und unterschiedlichste Gefühle auslöst. Mal sind es fantasievolle Figuren und kräftige Farben, mal detailreiche Porträts oder verblüffende Installationen. Thorsten Krings hat auch das dokumentiert – die Fotos zeigen eine Erlebniswelt, bei der Besucher nicht nur vor Bildern stehen, sondern sich mitten durch Kunst bewegen.
Wichtig zu wissen: In den alten Mauern kann es selbst im Sommer kühl werden. Die Museumsinformationen empfehlen deshalb eine zusätzliche Jacke. Öffnungszeiten und besondere Veranstaltungen sollten vor Anreise geprüft werden, denn sie können sich saisonal ändern.
© Thorsten Krings
© Thorsten Krings
© Thorsten Krings
© Thorsten Krings
© Thorsten Krings
© Thorsten Krings
© Thorsten Krings
© Thorsten Krings
© Thorsten Krings
© Thorsten Krings
© Thorsten KringsEin Familienausflug mit Entdeckerpotenzial
Eltern können mit Kindern aus einem Museumsbesuch eine eigene kleine Erkundungstour machen: Welche Tiere oder Figuren sind zu erkennen? Was haben die Künstler mit Farben, Mustern und Formen ausgedrückt? Warum wurden die dicken Mauern überhaupt gebaut? Erwachsene können über Geschichte und Street Art diskutieren, Kinder entdecken oft einen ganz anderen Blickwinkel. Die Festungsanlagen im Freien eignen sich besonders gut zum Spazierengehen; bei den Gräben, unebenen Wegen und alten Treppen sollten jüngere Kinder gut begleitet werden.
In der Umgebung locken zudem der Rhein, Colmar und der grenznahe Raum um Breisach am Rhein. Wer mehr Zeit hat, verbindet einen halben Tag Festungsbesichtigung mit einem zweiten Ausflugsziel. So wird die Tour abwechslungsreich, ohne zu viel in einen einzigen Tag zu packen.
Elsass geht auch durch den Magen
Nach einem Tag voller Mauern, Farben und Kunstwerken gehört eine Pause am Tisch fast schon dazu. Besonders beliebt sind Flammkuchen: klassisch mit herzhaftem Belag, aber auch als süße Variante mit Früchten. Die beiden kulinarischen Aufnahmen von Thorsten Krings erinnern daran, wie gut sich Reiseeindrücke und Genuss verbinden lassen. Ein konkretes Restaurant lässt sich aus diesen Fotos nicht eindeutig ableiten.
© Thorsten Krings
© Thorsten KringsWo liegt Neuf-Brisach? Adresse und Anreise
Ort: 68600 Neuf-Brisach, Haut-Rhin, Elsass, Frankreich.
Ausflugsziel: MAUSA Vauban, im Bereich der Porte de Belfort, Place de la Porte de Belfort, 68600 Neuf-Brisach.
Mit dem Auto: Von Deutschland ist die Stadt über Breisach am Rhein und die Grenzquerung gut erreichbar. Von Colmar führen Straßen nach Osten in Richtung Neuf-Brisach. Für die Stadtbesichtigung empfiehlt es sich, am Rand des historischen Kerns zu parken und die Festung zu Fuß zu erkunden.
Öffentliche Verkehrsmittel: Regionale Busverbindungen verbinden Colmar mit dem Raum Neuf-Brisach; aktuelle Fahrpläne vorab prüfen.
Wo übernachten?
Neuf-Brisach, die umliegenden elsässischen Orte und Colmar bieten unterschiedliche Möglichkeiten: Ferienwohnungen für Familien, Gästezimmer für Reisende mit persönlichem Kontakt und Hotels für den kurzen Aufenthalt. Auch Breisach am Rhein auf deutscher Seite kann als Ausgangspunkt dienen. Bei der Suche helfen die Touristeninformationen Alsace Rhin Brisach sowie die Unterkunftsübersicht in Colmar und Umgebung.
Für wen lohnt sich die Reise?
Für Geschichtsinteressierte wegen der Festung, für Kunstfreunde wegen des MAUSA, für Familien wegen der Mischung aus begehbaren Mauern und fantasiereicher Kunst – und für alle, die im Elsass einmal etwas anderes als die bekannten Fachwerkpostkarten entdecken möchten. Neuf-Brisach ist ein hervorragender Beweis dafür, dass Vergangenheit und Gegenwart einander keineswegs ausschließen.
Aktuelle Besucherinformationen: Stadt Neuf-Brisach – MAUSA · MAUSA – Preise, Öffnungszeiten, Anreise.
Alle Fotografien: © Thorsten Krings.
Mehr von Prof. Dr. Thorsten Krings:
Seine Website
Seine TVüberregional-Subdomain
Sein Facebook-Profil
Redakteur Oliver Döll – www.tvueberregional.de und www.dölltv.de – Ihr Berichterstatter aus Ihrer Region.
