Philippsburg. Nach einem mutmaßlichen Schockanruf-Betrug zum Nachteil einer 87 Jahre alten Frau befindet sich ein 34-jähriger Tatverdächtiger in Untersuchungshaft. Das teilten die Staatsanwaltschaft Karlsruhe und das Polizeipräsidium Karlsruhe am Mittwoch, 28. Oktober 2026, gemeinsam mit.

Angeblicher Arzt forderte Goldmünzen

Nach bisherigen Erkenntnissen soll ein bislang unbekannter Mittäter am 5. Oktober bei der Seniorin angerufen und sich als Arzt ausgegeben haben. Er behauptete, ein schwer erkrankter Angehöriger benötige Medikamente, die zunächst bezahlt werden müssten. Die Frau ging davon aus, dass die Krankenkasse die Kosten später erstatten würde, und stimmte einer Übergabe von Goldmünzen zu.

Der 34-Jährige steht im Verdacht, die Goldmünzen im Wert von rund 10.000 Euro als Abholer entgegengenommen zu haben. Ermittler nahmen ihn am Montag, 26. Oktober, auf einem Rastplatz in Bayern vorläufig fest. Am Dienstag wurde er einem Haftrichter am Amtsgericht Karlsruhe vorgeführt, der auf Antrag der Staatsanwaltschaft Untersuchungshaft anordnete. Der Tatvorwurf lautet auf gewerbsmäßigen Bandenbetrug.

Eine 22-jährige Begleiterin des Beschuldigten wurde ebenfalls zunächst festgenommen, nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen aber wieder freigelassen. Ob der 34-Jährige für weitere ähnliche Taten verantwortlich sein könnte, wird noch ermittelt. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.

Schockanrufe: Vorsicht bei angeblichen Notfällen

Bei der als „Schockanruf“ bekannten Betrugsmasche versuchen Täter, Menschen mit einer erfundenen Notlage unter Zeitdruck zur Übergabe von Geld oder Wertsachen zu bewegen. Wer einen solchen Anruf erhält, sollte das Gespräch beenden, Angehörige über eine selbst gewählte bekannte Nummer kontaktieren und bei Verdacht die Polizei verständigen.

Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Karlsruhe und des Polizeipräsidiums Karlsruhe vom 28. Oktober 2026, 9:14 Uhr: Originalmeldung bei Presseportal.

Neutrales Blaulichtmotiv zur Polizeimeldung über einen mutmaßlichen Schockanruf-Betrug in Philippsburg
Symbolbild: Blaulicht-Meldung aus der Region – TVüberregional. Keine Aufnahme des konkreten Einsatzes.

Mit bester Empfehlung TVüberregional und Team.

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