Schwetzingen. Die Stadt steht bei der Haushaltsplanung für 2027 vor erheblichen finanziellen Herausforderungen. Oberbürgermeister Matthias Steffan stellte den Entwurf am Mittwoch, 21. Oktober 2026, im Gemeinderat vor.

Symbolbild: Gemeinderat und kommunale Haushaltsplanung

Fehlbetrag trotz Verzicht auf neue Kredite

Der vorgelegte Entwurf rechnet im Ergebnishaushalt mit einem Fehlbetrag von rund 4,7 Millionen Euro. Zum Jahresende sollen nach derzeitiger Planung noch etwa 10,2 Millionen Euro Rücklagen vorhanden sein.

Neue Kredite sind für 2027 nicht vorgesehen. Auch die Grund- und Gewerbesteuerhebesätze sollen nach dem Entwurf unverändert bleiben. Es handelt sich um Planungen, nicht um einen bereits verabschiedeten Haushalt.

Investitionen in Schulen, Sport und Sicherheit

Für den Neubau der Johann-Michael-Zeyher-Grundschule sind bis 2028 insgesamt 9,5 Millionen Euro eingeplant. Weitere Mittel betreffen die Hirschackergrundschule, den Kindergarten in der Fredericksburger Straße und zwei Spielplätze.

Die Stadt plant außerdem 875.000 Euro für Sportanlagen im Stadion sowie 240.000 Euro für die Nordstadthalle. Für die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik sind weitere 850.000 Euro vorgesehen.

Investitionen in die Feuerwehr umfassen unter anderem Schutzausrüstung, Hallentore, die Kommunikationszentrale und den Ausbau des Sirenennetzes. Bei der Stadtentwicklung stehen die Herzogstraße, das Eisenbahnausbesserungswerk sowie Straßen- und Kanalsanierungen auf der Agenda.

Stadt will Prioritäten setzen

Der Oberbürgermeister verwies auf stark steigende Kosten und begrenzte Einnahmen. Die Stadt müsse notwendige Projekte sichern und zugleich Sparmöglichkeiten prüfen.

Quelle: Pressemitteilung der Stadt Schwetzingen vom 22. Oktober 2026 zum Gemeinderat am 21. Oktober. Sitzungsunterlagen und Beschlüsse: Ratsinformationssystem Schwetzingen.

Redakteur Oliver Döll – www.tvueberregional.de und www.dölltv.de – Ihr Berichterstatter aus Ihrer Region.

Artikelaufrufe: 7