
Bildquelle Kai Bruder
Titel: Wie kaputt bist du schon?
Autor: Kai Bruder
Verlag: Selfpubilishing
ISBN: 979-8297758575 – 254 – August 2025 für 24,89 Euro
Sterne: X X X X X
Klappentext:
Selbstsabotage überwinden – dein Weg zu echtem Selbstvertrauen und innerer Stärke
Stell dir vor, du stehst kurz vor dem Leben, das du dir immer gewünscht hast – doch etwas hält dich zurück. Eine unsichtbare Stimme flüstert dir zu: „Du bist nicht gut genug.“ Klingt vertraut? Dann bist du nicht allein. Viele sabotieren sich täglich unbewusst und verhindern so, ihr volles Potenzial und ihre Lebensqualität zu entfalten.
„Wie kaputt bist du schon? – Selbstsabotage überwinden“ ist dein persönlicher Leitfaden, um diese inneren Blockaden zu erkennen, zu durchbrechen und die Kontrolle über dein Leben zurückzugewinnen. Statt oberflächlicher Ratschläge bekommst du fundierte Strategien, die an der Wurzel deiner Selbstzweifel ansetzen – damit du nachhaltig Selbstbewusstsein, Selbstsicherheit und Selbstwert aufbauen kannst.
Meine Meinung
Ehrlich, tiefgehend und befreiend
„Wie kaputt bist du schon? – Selbstsabotage überwinden“ ist für mich weit mehr als ein klassisches Selbsthilfebuch. Es beschäftigt sich mit einem Thema, das viele Menschen kennen dürften: Man möchte etwas verändern, hat Ziele und Wünsche, steht sich aber trotzdem immer wieder selbst im Weg.
Besonders gut gefallen hat mir, dass das Buch nicht einfach mit oberflächlichen Motivationssprüchen arbeitet. Stattdessen geht es um die Frage, warum wir uns eigentlich selbst sabotieren und welche inneren Überzeugungen und Verhaltensmuster dahinterstecken können.
Wenn wir uns selbst kleiner machen
Ein Gedanke, der bei mir besonders hängen geblieben ist, betrifft unseren Umgang mit der eigenen Person. Viele Menschen haben gelernt, bescheiden zu sein und sich selbst nicht zu wichtig zu nehmen. Doch zwischen echter Bescheidenheit und ständigem Kleinmachen liegt ein großer Unterschied.
Wer seine eigenen Fähigkeiten ständig herunterspielt, sich nichts zutraut oder das eigene Licht lieber versteckt, kann dadurch unbewusst seine Entwicklung bremsen. Das Buch regt dazu an, die eigene Haltung zu hinterfragen und den eigenen Wert anzuerkennen, ohne dabei egoistisch werden zu müssen.
Gerade dieser Blick auf Selbstwert und Selbstmitgefühl hat mir gefallen. Es geht nicht darum, sich selbst über andere zu stellen. Vielmehr geht es darum, sich selbst ernst zu nehmen und sich die Möglichkeit zu geben, die eigenen Fähigkeiten und Wünsche überhaupt zu entfalten.
Direkt, verständlich und motivierend
Der Schreibstil ist direkt und gleichzeitig mitfühlend. Ich hatte beim Lesen nicht das Gefühl, belehrt zu werden. Vielmehr lädt der Autor dazu ein, sich selbst ehrlich zu betrachten und auch unangenehme Fragen zuzulassen.
Warum stehe ich mir manchmal genau dann selbst im Weg, wenn etwas eigentlich gut läuft? Welche Gedanken bestimmen mein Verhalten? Und welche alten Überzeugungen beeinflussen mich vielleicht stärker, als mir bewusst ist?
Solche Fragen machen das Buch für mich besonders interessant. Denn Selbstsabotage passiert häufig nicht bewusst. Gerade deshalb kann es hilfreich sein, die eigenen Reaktionen und Verhaltensweisen einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten.
Von der Erkenntnis ins eigene Leben
Gut gefallen hat mir außerdem der praktische Ansatz. Das Buch möchte nicht nur erklären, was Selbstsabotage sein kann, sondern regt dazu an, sich selbst mit den eigenen Erfahrungen auseinanderzusetzen.
Übungen und Reflexionsfragen helfen dabei, die Inhalte auf das eigene Leben zu übertragen. Dadurch wird die Lektüre persönlicher. Man liest nicht einfach nur über andere Menschen oder irgendwelche theoretischen Zusammenhänge, sondern beginnt automatisch, über sich selbst nachzudenken.
Besonders interessant finde ich den Gedanken, dass manche selbstschädigenden Muster ursprünglich einmal eine Schutzfunktion gehabt haben könnten. Was uns früher vielleicht Sicherheit gegeben hat, kann später zu einer inneren Begrenzung werden. Diese Sichtweise ermöglicht einen etwas freundlicheren Umgang mit den eigenen Schwächen und Fehlern.
Was sage ich zum Buch?
„Wie kaputt bist du schon? – Selbstsabotage überwinden“ fordert dazu auf, genauer hinzuschauen. Es geht darum, eigene Zweifel, Glaubenssätze und Verhaltensmuster zu erkennen und sich nicht dauerhaft von ihnen bestimmen zu lassen.
Für mich ist es ein Buch, das vor allem dann interessant sein kann, wenn man das Gefühl kennt, sich selbst manchmal unnötig auszubremsen. Es liefert Denkanstöße und praktische Möglichkeiten, sich mit den eigenen inneren Blockaden auseinanderzusetzen.
Mein Fazit
Ich habe das Buch als ehrlich, nachdenklich und zugleich motivierend empfunden. Besonders positiv finde ich die Verbindung aus verständlicher Erklärung, persönlichen Denkanstößen und praktischen Übungen.
„Wie kaputt bist du schon? – Selbstsabotage überwinden“ ist für mich eine Einladung, sich selbst etwas genauer kennenzulernen und eingefahrene Muster zu hinterfragen. Es macht Mut, die eigenen Fähigkeiten nicht länger kleinzureden und Schritt für Schritt mehr Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen.
Wer sich mit Selbstzweifeln, Selbstwert und den eigenen inneren Blockaden beschäftigen möchte, kann in diesem Buch viele interessante Denkanstöße finden.

Friederike Lober – Rezensentin und Redakteurin bei TVüberregional.de
Friederike Lober schreibt Buchrezensionen, redaktionelle Beiträge und begleitet Bücher, Autorinnen, Autoren sowie ausgewählte gesellschaftliche Themen mit Feingefühl und journalistischem Blick.
E-Mail: lober.tvueberregional@gmail.com
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Darüber hinaus schreibt Friederike Lober Buchrezensionen und stellt interessante Bücher und Autorinnen und Autoren vor. Auch redaktionelle Beiträge zu ausgewählten gesellschaftlichen Themen gehören zu ihren Schwerpunkten.
