Vorlage: Cozy-Crime mit Tiefgang: Hanna Hennings startet packende Föhr-Krimi-Reihe

Rezension: Mord im Nordseenebel – Wenn das Inselidyll zum Fadenkreuz wird

Mord im Nordseenebel von Hanna Hennings ist die packende Fortsetzung der fesselnden Cozy-Crime-Reihe auf der Nordseeinsel Föhr. Das Taschenbuch umfasst 223 Seiten, ist am 18. Juli 2025 erschienen und zum Preis von 14,98 Euro erhältlich. Die ISBN lautet 979-8293067039.

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Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐ (5 von 5 Sternen)

Klappentext: Ein Profikiller auf der Urlaubsinsel

Als eine Leiche an der Küste von Föhr angeschwemmt wird, ist Hektik das Ergebnis: Die Idylle der Nordseeinsel wird jäh von der Präsenz eines kaltblütigen Killers zerschnitten. Ein Profi, der keine Spuren hinterlässt, und dessen Auftraggeber im Dunkeln agieren. Jansen und seine draufgängerische Kollegin Mathilda geraten selbst ins Fadenkreuz.

Wer hat den Killer geschickt – und warum musste sein Opfer sterben? Während sich die Hinweise verdichten, gerät Jan auch privat ins Schleudern: Eine neue Frau ist in sein Leben getreten. Doch warum taucht ausgerechnet jetzt seine Ex-Frau wieder auf? Und was ist mit Mathilda? Die Spur führt in dunkle Abgründe und in verborgene Netzwerke – und das alles mitten in einem emotionalen Sturm.

Meine Meinung & Rezension

1. Story und Spannung: Internationales Verbrechen trifft Provinz

Die Idee zu diesem zweiten Band ist ein echter Volltreffer: Ein eiskalter Profikiller taucht in der sonst so friedlichen Provinz auf. Dieser harte Kontrast zwischen der idyllischen Insel und der Brutalität des Täters sorgt sofort für reichlich Action. Richtig packend wird es, weil die Gefahr dieses Mal extrem nah herankommt: Die Ermittler Jansen und Mathilda geraten selbst ins Visier des Täters. Die Geschichte besticht durch ein hohes Tempo. Durch die geheimen Netzwerke, die im Hintergrund die Fäden ziehen, bleibt der Fall bis zum Finale absolut spannend und unvorhersehbar.

2. Charaktere und Beziehungen: Gefühlschaos im Ermittlerteam

Das Ermittler-Duo macht einfach großen Spaß. Die beiden funktionieren perfekt nach dem bewährten Prinzip „Gegensätze ziehen sich an“: Jan Jansen ermittelt eher ruhig, besonnen und bedacht, während Mathilda als impulsive Draufgängerin für die nötige Dynamik und das Tempo sorgt.

Das eigentliche Highlight ist und bleibt jedoch Jans chaotisches Privatleben. Er steckt in einem komplizierten Gefühlschaos fest – hin- und hergerissen zwischen einer neuen Partnerin, der plötzlich wieder auftauchenden Ex-Frau und einer spürbaren, unterschwelligen Anziehung zu Kollegin Mathilda. Das macht Jan unglaublich menschlich. Er ist kein perfekter Superheld, sondern ein Mann am Limit, mit dem man als Leser aufrichtig mitleidet.

3. Atmosphäre: Die raue Nordsee als perfektes Gefängnis

Die Stimmung der Insel wird von Hanna Hennings perfekt eingefangen. Man spürt beim Lesen förmlich die raue Nordsee, den peitschenden Wind und die zeitweise Einsamkeit der Insel Föhr. Die Autorin nutzt die Geografie der Insel clever aus: Die vermeintliche Urlaubsidylle wird plötzlich zu einem emotionalen und realen Gefängnis, aus dem es scheinbar kein Entkommen gibt. Das verstärkt das Gefühl der permanenten Bedrohung enorm.

Warum dieser Thriller so gut funktioniert

Was dieses Buch über den durchschnittlichen Regionalkrimi hinaushebt, ist die hervorragende handwerkliche Balance. Oft neigen Küsten-Krimis dazu, zu sehr ins allzu Gemütliche abzudriften – da wird dann manchmal mehr Tee getrunken als ermittelt. Das passiert hier garantiert nicht! Die Autorin mutet ihren Lesern und ihren Figuren einiges zu. Die Actionszenen sind hart, präzise und fühlen sich gefährlich echt an. Man merkt hautnah, wie internationale Kriminalität auf die vermeintlich sichere Inselwelt prallt.

Besonders gelungen ist zudem das Timing der Kapitel. Sie sind angenehm kurz gehalten und enden oft mit kleinen Cliffhangern, sodass man das Buch nur schwer aus der Hand legen kann. Die Dialoge zwischen Jansen und Mathilda sind knackig und besitzen genau die richtige Dosis Humor, um die ansonsten sehr düstere und drückende Stimmung des Falls immer wieder im richtigen Moment aufzulockern. Wer Thriller liebt, die nicht nur an der Oberfläche kratzen, sondern auch psychologische Tiefe und echte Charakterentwicklung bieten, wird hier bestens bedient. Man spürt, dass diese Figuren noch Potenzial für viele weitere Bände haben.

Fazit: Ein packender Küsten-Thriller, der die Idylle der Nordsee gekonnt mit internationaler Brutalität verknüpft – absolut fesselnd bis zur letzten Seite! Ein rundum gelungener zweiter Band der Krimireihe.

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Hanna Hennings
Hanna Hennings

Über die Autorin Hanna Hennings

Hanna Hennings ist ein Pseudonym. Dahinter steht eine Autorin, die die Nordsee, das Meer und die Natur über alles liebt – und natürlich Bücher. Ihre Leidenschaft gehört packenden Cozy-Crime-Geschichten, sprich echten Wohlfühl-Storys mit viel Humor für alle, die Lust auf spannende und gleichzeitig entspannende Lesestunden haben. Gewürzt sind ihre Romane mit Beziehungskisten direkt aus dem Leben sowie exklusiven Insider-Informationen über bestimmte Branchen, was ihren Büchern stets eine tiefere, lehrreiche Dimension verleiht.

Bildquelle: Hanna Hennings

Was bisher geschah:

Band 2 Mord im Nordseetunnel

Band 1 Mord im Nordseehotel

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Friederike Lober – Redakteurin mit Herz für Bücher, Autorinnen und Autoren
Friederike Lober – Redakteurin mit Herz für Bücher, Autorinnen und Autoren

Autorin:

Friederike Lober – Redakteurin bei TVüberregional

📧 E-Mail: Buchredaktiontvue@outlook.de

 

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