Mälscher Markt 2026
Freitag, 12.06.2026, ab 18 Uhr

Samstag, 13.06.2026, ab 16 Uhr
Sonntag, 14.06.2026, ab 11 Uhr
Die Begrüßung der Gäste durch Bürgermeister Tobias Greulich findet am Samstag,
13.06.2026 um 17:00 Uhr beim Zehntkeller am Kirchberg mit anschließender Weinverkostung statt.
Sie sind alle herzlich dazu eingeladen.
Programmfolge:
1. Musikverein Konkordia, Musikbeitrag
2. Ansprache durch Herrn Bürgermeister Tobias Greulich
3. Grußwort der Hoheiten
4. MGV Frohsinn, Gesangsbeitrag
5. Wein aus dem Malscher Weinbrunnen
6. Musikverein Konkordia, Musikbeitrag
https://www.malsch-weinort.de/kultur/maelscher-markt/


Beim Mälscher Markt in Malsch tragen die meisten Besucher heute ganz normale moderne Kleidung. Der Markt ist inzwischen vor allem ein traditionelles Volksfest mit historischem Hintergrund — kein reiner Mittelaltermarkt wie etwa ein Ritterfest.
Trotzdem gibt es einige Möglichkeiten, passend gekleidet hinzugehen:
Was die meisten Besucher tragen
- normale Freizeitkleidung
- Jeans, Hemd, T-Shirt
- sommerliche Kleidung
- bequeme Schuhe wegen Pflaster und langem Laufen
- Vereinskleidung oder Trachten einzelner Gruppen
Mittelalterkleidung – erlaubt?
Ja, absolut. Mittelalterliche Kleidung passt sogar sehr gut zur historischen Atmosphäre des Krämermarktes. Besonders beliebt sind:
- Leinenhemden
- Mittelalterkleider
- Westen und Ledergürtel
- einfache Tuniken
- Umhänge oder Mieder
- Strohhüte oder Lederbeutel
Viele Besucher finden das sogar interessant und passend zur Tradition.
Was gut ankommt
Wenn du authentisch wirken möchtest, eher:
- natürliche Farben
- braun, beige, dunkelgrün, grau
- Leinen- oder Baumwolloptik
- rustikale Schuhe oder Stiefel
Was eher unpraktisch ist
- schwere Ritterrüstungen
- lange Schleppgewänder
- dicke Wollkleidung bei Sommerhitze
- Waffenattrappen ohne Absprache
Gute Mischung für den Mälscher Markt
Sehr passend ist oft ein „historisch angehauchter“ Stil:
- modernes bequemes Outfit
plus - mittelalterliche Weste, Gürtel oder Hemd
Damit passt man perfekt zur historischen Marktstimmung, ohne overdressed zu wirken.
Typische Kleidung im Kraichgau im Mittelalter
Der Kraichgau in Baden-Württemberg war im Mittelalter stark von Landwirtschaft, Weinbau und Handwerk geprägt. Die Kleidung der Menschen war deshalb vor allem praktisch, robust und wetterfest. Reiche Stoffe oder aufwendige Gewänder waren meist nur Adeligen, Geistlichen oder wohlhabenden Bürgern vorbehalten.
Kleidung der Bauern und einfachen Bevölkerung
Die meisten Menschen im Kraichgau waren Bauern, Winzer oder Handwerker. Ihre Kleidung bestand überwiegend aus:
- Leinen
- grober Wolle
- Hanfstoffen
- ungefärbten Naturmaterialien
Farben waren oft schlicht:
- braun
- grau
- beige
- dunkelgrün
- erdige Rottöne
Kräftige Farben wie leuchtendes Blau oder Purpur waren teuer und galten als Zeichen von Wohlstand.
Typische Männerkleidung
Männer trugen häufig:
- lange Leinenhemden
- Tuniken oder Kittel
- einfache Hosen aus Wolle
- Ledergürtel
- Beinwickel oder Wollstrümpfe
- Leder- oder Holzschuhe
Im Winter kamen:
- Wollumhänge
- Fellwesten
- Kapuzenmäntel
dazu.
Besonders im Weinbau waren robuste Arbeitskleider wichtig, da die Arbeit auf den Feldern und an den Hängen körperlich anstrengend war.
Typische Frauenkleidung
Frauen trugen meist:
- lange Unterkleider aus Leinen
- darüber Wollkleider oder einfache Übergewänder
- Schürzen
- Kopftücher oder Hauben
- Lederschuhe oder Holzsandalen
Verheiratete Frauen bedeckten oft ihre Haare vollständig, was damals als Zeichen von Anstand galt.
Kleidung der Handwerker und Händler
Handwerker und Händler kleideten sich häufig etwas besser als einfache Bauern:
- gefärbte Stoffe
- bessere Gürtel
- Lederwesten
- Mäntel mit einfachen Verzierungen
Je erfolgreicher ein Händler war, desto hochwertiger wirkten Stoffe und Accessoires.
Adel und wohlhabende Bürger
Auf Burgen und in wohlhabenden Orten der Region sah Kleidung deutlich prächtiger aus:
- Samt und feine Wolle
- Pelzbesatz
- Stickereien
- Schmuck
- lange Mäntel
- spitze Schuhe
Der Adel wollte damit Macht und Reichtum zeigen.
Typische Kopfbedeckungen im Kraichgau
Sehr verbreitet waren:
- Leinenhauben
- Filzhüte
- Kapuzen
- Strohhüte bei Feldarbeit
- einfache Tücher
Kopfbedeckungen hatten damals nicht nur praktische, sondern auch gesellschaftliche Bedeutung.
Kleidung und Religion
Da das Leben stark kirchlich geprägt war, galt Kleidung oft als Zeichen von Ordnung und Moral. Zu auffällige oder freizügige Kleidung wurde von Kirche und Obrigkeit kritisch gesehen.
Mittelalterliche Atmosphäre heute
Wer heute beim Mälscher Markt historische Kleidung tragen möchte, wirkt mit einfacher bäuerlicher oder handwerklicher Kleidung aus dem Kraichgau besonders authentisch:
- Leinenhemd
- braune oder graue Tunika
- Ledergürtel
- einfache Schuhe
- Stoffbeutel oder Lederbeutel
- Haube oder Strohhut
Genau solche Kleidung hätte man im mittelalterlichen Kraichgau wahrscheinlich auf einem historischen Krämermarkt gesehen.