Kleingemünd / Rhein-Neckar-Kreis. Eine Seniorin aus Kleingemünd ist offenbar Opfer einer digitalen Erpressung geworden. Nach Angaben der Polizei wurde der Computer der Frau durch eine Schadsoftware gesperrt. Anschließend forderte eine bislang unbekannte Täterschaft Geldzahlungen und den Kauf einer Wertkarte.

Die Frau meldete sich am Mittwochnachmittag beim Polizeirevier Neckargemünd. Sie berichtete, dass ihr Rechner blockiert worden sei und sie aufgefordert wurde, mehrere Online-Überweisungen zu tätigen. Zusätzlich sollte sie eine Wertkarte kaufen. In der Hoffnung, ihren Computer wieder freizuschalten, kam die Seniorin den Forderungen nach.
Computer durch Schadsoftware gesperrt
Bislang ist unklar, wie die Schadsoftware auf den Computer der Seniorin gelangte. Solche Fälle zeigen jedoch, wie gefährlich digitale Betrugsmaschen sein können. Häufig versuchen Täter, ihre Opfer unter Druck zu setzen. Dabei erscheinen auf dem Bildschirm Warnmeldungen, Sperrhinweise oder angebliche Sicherheitsmeldungen. Oft wird behauptet, der Computer könne nur gegen Zahlung wieder freigegeben werden.
Gerade ältere Menschen können durch solche Meldungen stark verunsichert werden. Wenn plötzlich der eigene Computer nicht mehr funktioniert, wichtige Dateien nicht erreichbar sind oder aggressive Zahlungsaufforderungen erscheinen, entsteht schnell Angst. Genau diesen Druck nutzen Täter aus.
Kriminalpolizei übernimmt Ermittlungen
Der entstandene Schaden liegt nach bisherigen Informationen bei über 1.000 Euro. Die weiteren Ermittlungen wurden von der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg übernommen.
Die Polizei weist in solchen Fällen regelmäßig darauf hin, niemals vorschnell Geld zu überweisen oder Wertkarten zu kaufen. Betroffene sollten den Computer nicht weiter bedienen, keine weiteren persönlichen Daten eingeben und sich umgehend an die Polizei oder eine vertrauenswürdige Fachperson wenden.
Wichtig ist auch, Familienangehörige, Nachbarn oder Freunde für solche Betrugsmaschen zu sensibilisieren. Wer ältere Menschen im Umfeld hat, sollte regelmäßig erklären, dass echte Behörden, Banken oder seriöse Unternehmen keine Zahlungen per Wertkarte verlangen und keinen Computer gegen Geld „freischalten“.
Quelle: Polizeipräsidium Mannheim
Rhein-Neckar-Kreis (ots)
Polizeipräsidium Mannheim
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