Olympia 1972: Geiselnahme der israelischen Olympia-Mannschaft – die Geburtsstunde der Spezialeinheit GSG 9 der Bundespolizei

 

Die Geiselnahme der israelischen Mannschaft bei den Olympischen Spielen 1972 in München durch palästinensische Attentäter jährt sich in diesem Jahr zum 50. Mal.

SOlympia 1972: Geiselnahme der israelischen Olympia-Mannschaft - die Geburtsstunde der Spezialeinheit GSG 9 der Bundespolizeitunden voller Hoffnung und Bangen fanden in der Nacht vom 5. auf den 6. September 1972 mit dem Tod der israelischen Olympiasportler auf dem Militärflughafen Fürstenfeldbruck ein jähes Ende, als ein polizeilicher Befreiungsversuch scheiterte. Die palästinensischen Terroristen eröffneten während der Befreiungsaktion das Feuer sowohl auf Einsatzkräfte als auch auf die Geiseln. Diese befanden sich während der laufenden Evakuierung bereits gefesselt in zwei Hubschraubern des Bundesgrenzschutzes, als die Geiselnehmer eine Handgranate zündeten.

Die Bilder des ausgebrannten Hubschraubers vor dem Tower Fürstenfeldbruck gingen um die Welt. Dieses tragische Ereignis nahm der damalige Bundesinnenminister, Hans-Dietrich Genscher, zum Anlass, seinen Verbindungsoffizier, Oberstleutnant im Bundesgrenzschutz, Ulrich Wegener, mit der Gründung einer Spezialeinheit zu beauftragen. Mit Unterstützung des Staates Israel wurde in den folgenden Jahren die GSG 9 des damaligen Bundesgrenzschutzes aufgestellt.

In Gedenken an dieses tragische Attentat sprangen am 2. Juni 2022 ein Team der israelischen Spezialeinheit YAMAM und Fallschirmspringer der GSG 9 gemeinsam mit ihrem Kommandeur über dem Flugplatz Fürstenfeldbruck aus einem Hubschrauber der Bundespolizei ab.

Die Landezone war der Standort einer der ausgebrannten Hubschrauber vom Attentat im Jahre 1972. Eine symbolische Geste der Versöhnung und Völkerverständigung, die mit dem gemeinsamen Niederlegen eines Kranzes an der Gedenktafel am Tower Fürstenfeldbruck besiegelt wurde.

Der Kommandeur der GSG 9 betonte in seiner Ansprache die Bedeutung einer langjährigen Kooperation aber auch engen Freundschaft mit den israelischen Einheiten, insbesondere mit der Spezialeinheit YAMAM.

„Dear friends,

we are here in Fürstenfeldbruck at a historical place. 50 years ago, the rescue operation to free the Israelean Olympic team failed in a tragic way. For that reason GSG 9 was established – with great support of the state of Israel.

Now we are here to bow to the victims. And we are here, officers of the Yamam and officers of the GSG 9, to be prepared for any upcoming situation to protect our nation’s people.“

Der Präsident des Bundespolizeipräsidiums, Dr. Dieter Romann, dazu:

„Aus den negativen Erfahrungen von 1972 heraus wurde die GSG 9 der Bundespolizei gegründet und dabei von israelischen Spezialkräften unterstützt. Der gemeinsame Absprung der YAMAM und der GSG 9 über dem damaligen (Tat-)Ort Fürstenfeldbruck zeigt, wie eng verbunden beide Einheiten heute sind.“

Link für das Video zum Fallschirmsprung: http://www.bundespolizei.de/gedenken-1972

Hintergrund:

Die GSG 9 ist die polizeiliche Spezialeinheit der Bundespolizei zur Bekämpfung von Terrorismus, Extremismus und schwerer Gewaltkriminalität. Sie wurde am 26. September 1972 als Reaktion auf das Attentat von München gegründet.

Potsdam (ots)

Bundespolizeipräsidium (Potsdam)

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