Skandalspiel TSG 1899 Hoffenheim gegen FC Bayern München

Hoffenheim – und Bayern – Stars streiken nach Hopp – Beleidigungen

 

Sinsheim. (fk) Erneute Hassplakate gegen Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp hatten beim Bundesliga – Spiel ,,TSG 1899 Hoffenheim gegen FC Bayern München“ für zwei Spielunterbrechungen und einen Skandal gesorgt.

Nach der Halbzeitpause fing das Ganze mit einer Pyrotechnik der Bayern-Fans an, weshalb Schiedsrichter Christian Dingert, kurz mit dem  Anpfiff, zur 2. Spielhälfte, wartete.

Auf ein beleidigendes Hassplakat  in der 67 . Minute, hatte Dingert mit einer kurzen Spielunterbrechung reagiert.

Bayern-Trainer Hansi Flick , die Spieler David Alaba und Joshua Kimmich, rannten daraufhin in Richtung Gästefanblock und versuchten, die Situation, mit Worten, zu entschärfen.

Als Bayern-Fans in der 77. Minute zum zweiten Mal ein Schmähplakat hochhielten, unterbrach der Schiedsrichter erneut die Partie und schickte alle Spieler vom Feld.

Nach einer längeren Pause und Diskussionen in den Katakomben,in denen sich mittlerweile auch Dietmar Hopp, Karl-Heinz Rummenigge und die restlichen Verantwortlichen beider Vereine versammelten, wurde gemeinsam beschlossen, das Spiel fortzuführen, allerdings waren sich die Hoffenheim- sowie die Bayernspieler einig, das restliche Spiel zu boykottieren und als ein gemeinsames Team aufzutreten und den Ball nur gegenseitig zuzuspielen.

Dietmar Hopp und Karl-Heinz Rummenigge standen demonstrativ am Spielfeldrand und klatschten.

Somit setzte man gemeinsam ein Zeichen gegen diese Chaoten.

Von den Heimfans gab es ein Pfeifkonzert gegen so viel Hass und Klatschen sowie ,,Hopp-Zurufe“ als Zeichensetzung der Solidarität zu Dietmar Hopp.

Dieses 13-minütige Ballgeschiebe geht nun in die Geschichtsbücher ein.

Das Spiel endete pünktlich nach 90 Minuten mit einem Abpfiff des Schiedsrichters und endete 6:0 für Bayern München, da diese,vor den geschmacklosen Ereignissen, klar die bessere Mannschaft war und führte.

Dies rückte aber an diesem schwarzen Spieltag in den Hintergrund.

Am Samstag Abend meldeten sich die Hopp-Hasser im Netz. 

Auf der Website „suedkurve-muenchen.org“ verteidigten sie in einer langen Erklärung ihre Aktion.

Ihr Statement war völlig absurd.

Dietmar Hopp äußerte sich am nächsten Morgen im Sport 1 Interview, zu dem Hass gegen ihn ,mit den Worten: „Warum soll ich nicht mehr in mein Stadion gehen? Die Personen, die das anrichten, müssen dann halt wegbleiben. Ich warte jetzt gespannt ab, wie das jetzt alles ins Rollen kommt.“

Warum Dietmar Hopp die Zielscheibe im Deutschen Fußball ist , bleibt ihm selbst ein Rätsel.

„Wenn ich nur im Entferntesten wüsste, was diese Idioten von mir wollen, dann würde es mir leichter fallen, das alles zu verstehen“, sagte der 79-Jährige. „Ich kann mir nicht erklären, warum die mich so anfeinden. Das erinnert an ganz dunkle Zeiten.“

Der 24. Bundesliga-Spieltag wurde jedoch noch von weiteren, dummen Hass-Aktionen gegen Hoffenheim-Mäzen, Dietmar Hopp und den DFB,überschattet.

Es blieb nicht nur bei der Aktion der Bayern-Fans, auch die Dortmund-, Köln- sowie Union Berlin -Fans, die einen Tag später spielten, beleidigten mit Hassplakaten  den Mäzen und den DFB.

Sie sorgten so auch dort für kurze Spielunterbrechungen.

Die Verantwortlichen des FC Bayern München und der TSG, gehen, von einer im Vorfeld, abgesprochenen Aktion, unter Ultra-Gruppierungen, der Liga, aus.

Der Grund dieser Aktion liegt wohl darin,dass der DFB, Fans der Borussia Dortmund, für zwei Spielzeiten, von Spielen bei der TSG Hoffenheim, ausgeschlossen hat.

Mit den Verfehlungen der Bayern-Fans wird sich das DFB-Sportgericht befassen.

Auf die Clubs kommt deshalb eine Strafe zu.

Die Frage ist nun , ob bestimmte Fangruppierungen,  in den kommenden Wochen, auf die Vorfälle und die daraus resultierenden Konsequenzen, vom letzten Spieltag, reagieren werden. 

Man kann nur hoffen, dass solche Hasstiraden in Fußballstadien nicht mehr vorkommen. 

 

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