Der High-Sensitivity(HS)-Omega-3-Index ist eine standardisierte Labormethode zur Bestimmung des Anteils von EPA und DHA in den Zellmembranen der roten Blutkörperchen (in Prozent).
Diese Messung gibt Aufschluss über den Versorgungsstatus der letzten 2 bis 3 Monate und wird somit nicht durch eine Fischmahlzeit vom Vortag beeinflusst.
Der optimale Bereich liegt zwischen 8 und 11 %, ein Wert von <6 % wird als kritische Unterversorgung angesehen.
Bei einem Wert von >11 % sollte die Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren reduziert werden.
Obwohl es große individuelle Unterschiede im Metabolismus von EPA und DHA gibt, sind die Omega-3-Einnahmeempfehlungen oft recht pauschal – 1 Gramm pro Tag für den „Herzschutz“, 2 Gramm bei entzündlichen Erkrankungen etc.
Wer seinen Omega-3-Index nicht kennt, der tut mit diesen Dosierungen sicher nichts Falsches.
Aber „Zufuhr“ entspricht nicht automatisch der „Aufnahme“:
Erst wenn man misst, weiß man, wo man steht. Möglicherweise können viele negative Studienergebnisse dadurch erklärt werden, dass der Zielbereich von 8 bis 11 % trotz Supplementierung nicht erreicht wurde.
Dies bestätigen auch Nach Analysen großer Interventionsstudien.
Den individuellen HS-Omega- 3-Index zu kennen, sollte selbstverständlich werden – die Messung fließt hoffentlich bald in die medizinische Routine ein, gleich wie bei Vitamin D.